Lieferdienst

Delivery Hero: Foodora-Mutter verkauft Deliveroo-Anteile mit Verlust

© Deliveroo
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Der Bereich der Essenslieferdienste hat auch im Jahr 2024 immer noch mit der Profitabilität zu kämpfen, die nach dem Boom in der Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen ist. Davon betroffen ist unter anderem das britische Unternehmen Deliveroo. Der deutsche Lieferdienst-Gigant Delivery Hero, zu dem unter anderem Foodora gehört, hält seit zweieinhalb Jahren Anteile an Deliveroo. Nun trennt sich die deutsche Firma mit Verlust von diesen Anteilen, berichtet das Handelsblatt.

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Deliveroo hatte in Corona-Krise noch dreifachen Wert

Das Berliner Scale-up platzierte am Montagabend seine 68,2 Millionen Deliveroo-Aktien zum Preis von knapp 77 Millionen Pfund (90 Millionen Euro) bei institutionellen Investoren. Das Paket entspricht einer Beteiligung von 4,5 Prozent an dem britischen Lieferdienst. Der Platzierungspreis lag mit 1,13 Pfund um gut sieben Prozent unter dem Schlusskurs der Deliveroo-Aktie vom Montag.

Als Delivery Hero vor knapp zweieinhalb Jahren – mitten in der Corona-Krise – überraschend bei Deliveroo einstieg, waren die Papiere noch mehr als das Dreifache wert. Die Berliner dürften damals mehr als 300 Millionen Euro ausgegeben haben. Man glaube an die Branche und habe sich daher an einem führenden Unternehmen beteiligt, hatte Delivery Hero den Einstieg erklärt. Nun hieß es, der Verkauf zeige, dass Delivery Hero sein Kapital diszipliniert einsetze. In Großbritannien machen sich die beiden Firmen seit dem Rückzug von Delivery Hero 2019 keine direkte Konkurrenz mehr.

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Lieferdienst-Branche kämpft mit Verlusten bei Nachfrage

Der Verkauf mit Verlust zeigt, wie sehr die Lieferdienst-Branche in nur kurzer Zeit an Fahrt verloren hat. Viele Kund:innen zieht es, seit die Pandemie wieder zurückgegangen ist, wieder zurück in Restaurants, Bars und Cafés, was die Nachfrage nach Lieferungen im Vergleich zu den Jahren 2020 und 2021 massiv zurückgehen lässt. Einer der größten Player in diesem Bereich, Getir aus der Türkei, hat erst im vergangenen September bei einer Downround seinen Decacorn-Status verloren (wir berichteten).

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