Finanzierung

Einride holt 500 Mio. Dollar für autonome Elektro-Trucks

Einride Trucks. © Einride
Einride Trucks. © Einride

Wer die ganz großen Projekte sucht, der muss derzeit nach Schweden blicken. Denn dort bekommen Unicorns der Reihe nach riesige Finanzierungen, darunter etwa Northvolt oder H2 Green Steel. Das neueste Unternehmen im Bunde ist Einride, einem Unternehmen für autonome Elektro-Trucks, die langfristig die heute weit verbreiteten Diesel-LKW ersetzen sollen. In einer neuen Finanzierungsrunde holt das Unternehmen eine halbe Milliarde Dollar an Bord.

Diese 500 Millionen Dollar bestehen zu 200 Mio. aus Eigenkapital, dass VCs und Growth-Investoren (der schwedische Pensionsfonds AMF, EQT Ventures, Northzone, Polar Structure, Norrsken VC und Temasek) einbringen, sowie aus weiteren 300 Mio. Dollar, das in Form von Fremdkapital in das Unternehmen kommt. Der Kredit wurde bei der Bank Barclays Europe aufgenommen. Die Geldgeber:innen wollen dabei helfen, die Logistik, die heute für viel CO2-Emissionen (ca. 7% Anteil am globalen CO2-Ausstoß) verantwortlich ist, nachhaltiger zu gestalten.

Einride setzt dazu auf Autonomous Electric Transport (AET) sowie der zugehörigen Software und Ladeinfrastruktur. Derzeit werden erste Versionen der elektrischen Frachter in Schweden sowohl auf öffentlichen Straßen sowie auf Firmengeländen betrieben. In 2023 will das Unicorn-Unternehmen von Gründer und CEO Robert Falck in die Märkte Deutschland, Belgien, Niederlande, Luxemburg und Norwegen expandieren.

© Einride

Große Kunden bereits am Start

Zum Start der Firma 2016 setzte Einride auf komplett autonome Fahrzeuge ohne Fahrer:innen-Kabine, die aus der Ferne gesteuert werden können. Doch wie man bereits vermutet, ist es bis dato nicht möglich, in Europa dafür eine Betriebsgenehmigung zu bekommen. Deswegen setzt Einride für den Übergang zum wirklich fahrerlosen Fahren auf von Menschen steuerbaren E-LKWs. In den USA ist man schon einen Schritt weiter. Im Oktober 2022 schloss Einride mit seinem autonomen Fahrzeug erfolgreich ein Pilotprojekt auf einer öffentlichen Straße in den USA ab und ist das erste Unternehmen, das eine entsprechende Genehmigung für ein Fahrzeug ohne Sicherheitsfahrer an Bord erhielt.

Die E-Laster sind bei immer mehr Kund:innen begehrt. Zusätzlich zu bestehenden Kunden wie AB InBev oder Oatly kommen mit Electrolux, GE Appliances oder Bridgestone weitere große künftige Abnehmer der autonomen Vehikel dazu. Solche Kunden mit Flotten zu versorgen, bedarf großer Vorab-Investments für die Produktion der Fahrzeuge – deswegen ist die Finanzierungsrunde essenziell, um in dem wachsenden Markt für E-Logistik schnell und früh wesentliche Marktanteile zu gewinnen.

„Es ist jetzt an der Zeit, nicht nur die Entwicklung, sondern auch die Umsetzung von Technologien zu beschleunigen, die einen saubereren, sichereren und effizienteren Gütertransport ermöglichen“, so Robert Falck, Gründer und CEO von Einride, in einer Aussendung. „Wir haben das Einride-Ökosystem geschaffen, um den robustesten und zukunftssichersten Ansatz zur Elektrifizierung des Güterverkehrs zu bieten. Mit der Unterstützung unserer Investoren und unserem gemeinsamen Glauben an diese Mission werden wir auch weiterhin einen revolutionären Wandel im globalen Güterverkehr vorantreiben.“

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