Wochenstart

Ethereum & Bitcoin fallen weiter – US-Zinserhöhung wirft Schatten voraus

Bitcoin und Ethereum. © Die Wirtschaftsnews auf Pixabay
Bitcoin und Ethereum. © Die Wirtschaftsnews auf Pixabay

Der nächste Rote Montag für Krypto-Anleger:innen: In der Nacht auf Montag sind Bitcoin, Ether und Co. neuerlich stark gefallen. ETH fällt nach The Merge vergangene Woche am stärksten und liegt nunmehr bei nur mehr 1.300 Euro (-11% in 24h). Bitcoin wird in dem Abwärtstaumel ebenfalls mitgerissen und fällt unter 19.000 Euro (-7%). Viele weitere Coins und Tokens leiden im gegenwärtigen Abwärtsszenario ebenfalls.

Insgesamt hat die Marktkapitalisierung von Krypto-Assets innerhalb einer Woche um etwa 100 Millionen Euro nachgegeben. Das ist essenziell, denn die Market Cap liegt nunmehr bei nur mehr etwa 910 Milliarden Dollar. Die stärksten Verluste macht derzeit Ethereum. Innerhalb einer Woche hat der ETH-Token um 25 Prozent an Wert verloren. Technisch ging der Wechsel auf Proof of Stake einwandfrei über die Bühne – doch das neue, energiesparende Systeme offenbart andere Probleme wie zunehmende Zentralisierung. Das dürfte vielen Anleger:innen nicht schmecken (mehr dazu hier).

Ethereum fällt nach The Merge: Möglicher Konflikt mit US-Wertpapiergesetz

Minus durch die Bank

Doch es wäre falsch zu glauben, dass es ein Ethereum-Problem ist. Der gesamte Krypto-Markt sieht derzeit Abverkäufe – auch Cardano (ADA), Polygon (MATIC), SHIBA INU oder Polkadot (DOT) fallen um die zehn Prozent:

Was sorgt für diese Sell-offs, die das Handelsvolumen an Krypto-Exchanges wie Binance, FTX oder Coinbase aktuell nach oben treiben? Sicherlich auch die miesen Aussichten. Denn: Diese Woche wird wieder die US-Notenbank Federal Reserve aktiv. Am Mittwoch wird das Federal Open Market Committee (FOMC) die nächste Zinserhöhung im Kampf gegen die hohe US-Inflation ankündigen. Branchenbeobachter:innen erwarten, dass der US-Leitzins um weitere 75 Basispunkte erhöht werden wird. Dann würde der Leitzins in den USA bereits in der Bandbreite von 3 bis 3,25 Prozent liegen.

Und auch wenn es bei Krypto-Assets hausgemachte Probleme gibt (Proof of Stake bei Ethereum, Energieverbrauch bei Bitcoin usw.), so wogen US-Zinserhöhungen in der Vergangenheit immer schwer. Krypto-Assets sind Hochrisiko-Assets mit Wetten auf die Zukunft – und ein hohes Zinsumfeld ist dafür gar nicht gut. Das merkt man nicht nur bei Krypto-Assets, sondern auch bei Aktien. Die sind Ende vergangener Woche ebenfalls ordentlich gefallen. Dass Bitcoin, Ether und Co am Wochenende stark fielen, ist eine ungemütliche Botschaft für den Start des Börsenhandels am Montag.

Entwicklung von Werten in den vergangenen 30 Tagen:

  • Ethereum = Blau
  • Bitcoin = Orange
  • DAX = Grün
  • Dow Jones = Türkis
  • Nasdaq100 = Gelb
  • S&P500 = Violett

US-Inflation lässt Bitcoin und Tech-Stocks abschmieren

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