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Ethereum fällt nach The Merge: Möglicher Konflikt mit US-Wertpapiergesetz

© Ethereum Foundation
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Prinzipiell ist es nichts Ungewöhnliches, wenn Krypto-Assets nach technischen Upgrades im Preis fallen. Vor solchen Momenten baut sich immer viel Aufmerksamkeit auf, die Neuerungen werden bereits Wochen oder Monate vor dem event eingepreist. „Buy the rumours, sell the news“, sagt man dazu.

Doch bei Ethereum kommt bereits am Tag nach „The Merge“ ein weiterer Faktor dazu. Zwar könnten Unternehmen die Blockchain wegen ihrer neuen ökologischen Ausrichtung (Staking verbraucht 99,9% weniger Strom) nun attraktiver finden, jedoch kommen nun die Finanzbehörden ins Spiel. Denn durch Staking könnte sich im Riesenmarkt USA nun ein Konflikt mit dem US-Wertpapiergesetz ergeben.

So hat Gary Gensler, Chef der mächtigen US-Börsenaufsicht Securities Exchange Commission (SEC) am Donnerestag zu Journalist:innen gesagt, dass Coin-Staking unter Wertpapiergesetze fallen könnte, weil es Kriterien des berühmten Howey-Tests erfüllen könnte. Ein Kriterium sei, dass Anleger:innen Gewinne erhalten, die auf den Bemühungen anderer beruhen. Gensler nannte Ethereum nicht explizit – aber beim Staking geben Nutzer:innen ihre ETH-Token Services wie Lido Finance, Coinbase oder Kraken, die für sie das Staking betreiben und ihnen dafür die Zinsen ausschütten.

Gary Gensler hat bisher nur gemeint, dass er lediglich Bitcoin den Status eines Rohstoffs („commodity“) zugestehen würde – und damit die Frage offen gelassen, wie Ethereum eingestuft werden könnte.

Eigentlich ein Wertpapier? Streiterei um Ethereum verschärft sich

SEC ging bereits scharf gegen Krypto-Wertpapiere vor

Schon bisher war die SEC, was Krypto-Assets angeht, immer strenger unterwegs. Nachdem bereits die Token-Projekte der Messaging-Apps Kik und Telegram abgedreht wurden, verklagte die SEC das Blockchain-Unternehmen Ripple wegen der möglicherweise nicht registrierten Ausgabe der XRP-Token. Auch Coinbase muss sich bei der SEC rechtfertigen, warum bestimmte Token gehandelt werden, die eigentlich Wertpapiere wären. Das Wertpapiergesetz, unter das etwa auch Aktien und Anleihen fallen, verlangt, dass diese bei der SEC registriert werden.

Nun schwebt die Frage im Raum, ob Ethereum ein solches Wertpapier sein könnte – und ob Vitalik Buterin und seine Mitstreiter:innen ETH damals eigentlich hätten registrieren lassen müssen. Diese Frage ist bei weitem nicht neu, aber durch den Umstieg von Ethereum von Proof of Work zu Proof of stake neu aufgeflammt. Würde ETH als nicht zugelassenes Wertpapier eingestuft, müssten es zentralisierte Krypto-Börsen wie Coinbase oder Kraken aus dem Handel nehmen (Trending Topics berichtete).

Dem Ether-Preis haben diese Aussichten gar nicht gut getan. Seit „The Merge“ vor knapp 23 Stunden hat ETH um etwa 8,6 Prozent an Wert verloren.

#TheMerge von Ethereum: Vitalik Buterin bestätigt Umstieg auf stromsparendes Proof of Stake

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