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Femitale integriert die Wärmeflasche in der Hose – gegen Schmerzen während der Periode

Die Gründerin von Femitale hat ihr Startup aufgrund eigener Erfahrungen gegründet ©PULS 4_Gerry Frank
Die Gründerin von Femitale hat ihr Startup aufgrund eigener Erfahrungen gegründet ©PULS 4_Gerry Frank

Aus dem Tabu rund um die Periode – dieses Ziel haben sich inzwischen einige Startups gesteckt. Gegründet wurden diese dabei zumeist von Frauen, die eigenen Erfahrungen oft als Antrieb. Als Beispiele können an dieser Stelle Jungunternehmen wie „Meine Wollke“, „The Female Company“ oder „Erdbeerwoche“ genannt werden.

Ein ähnliches Ziel verfolgt auch die Gründerin von „femitale“. Das Linzer Startup wurde von Lisa-Maria Reisinger bereits 2019 gegründet, der Antrieb in ihrem Fall: Schmerzen, genauer gesagt: starke Unterleibsschmerzen während ihrer Periode.

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Wärmeflasche integriert in Hose

Der Gründerin half am Besten gegen die Schmerzen: möglichst viel Wärme, am Besten zentriert in der Wärmeflasche. Damit diese auch unterwegs mit dabei sein kann, entwickelte die Österreicherin, welche eigentlich Marketing und Electronic-Business studiert hat, eine Hose, in welche sich die Wärmeflasche integrieren lässt, entweder vorne am Bauch oder hinten am Rücken. Für den Vertrieb gründete Reisinger femitale. Der Name ist eine Wortzusammsetzung aus den Begriffen feminin und dem englischen tale (zu dt. Geschichten). 2020 brachte sie ihre Innovation auf den Markt.

„Ich habe genug von diskreten Menstruationsprodukten. Denn wir können nicht verlangen, verstanden und gesehen zu werden, wenn wir gleichzeitig versuchen, die Produkte, die unsere Beschwerden lindern sollen, zu verstecken”, so Reisinger. Ihre eigene Produktpalette hat die Gründerin inzwischen ordentlich ausgeweitet. So ist die Hose mit Platz für die Wärmflasche bereits in drei verschiedenen Modellen erhältlich – als Loungewear, Culotte und Shorts.

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Produktplattform deutlich erweitert

Zudem können die Kund:innen auf der Plattform des Startups einen Wärmeschal erwerben, welcher um den Unterkörper gewickelt wird und ebenfalls eine Wärmflasche halten kann. 2021 kam außerdem die Periodenunterwäsche hinzu. Seit 2022 ist nun zudem „Better Period“ erhältlich, ein Trinkgranualt, auf Basis von krampflösendem Magnesium. Auf Nachfrage gibt das Startup an, dass die Supplements in Deutschland und Österreich hergestellt würden. Die Wärmeschals, Loungewear und Periodenunterwäsche würden hingegen in Portugal hergestellt. Auch eine komplett neue Produktkategorie soll es noch dieses Jahr geben.

Damit will die Gründerin gemeinsam mit ihren Co-Foundern Adis Pezerovic und Marcel Lechner die Periode für menstruierende Personen angenehmer gestalten als zuvor. Insgesamt sieben Menschen komplettieren bereits das Team. Damit gleicht das Ziel den Zielen der anderen Startups, welche sich auf das Thema fokussieren. Vielleicht ist das bisherige Tabu so bald nicht mal mehr erwähnenswert.

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