Juni

Höchster Wert seit 47 Jahren: Inflation steigt auf 8,7 Prozent

© Ibrahim Boran on Unsplash
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Die Inflation steigt weiter und liegt mittlerweile bei 8,7 Prozent im Juni. Das ist die höchste Teuerung seit 47 Jahren. Der Grund dafür: Neue Preissteigerungen bei Treibstoff, Nahrung und vor allem dem Energiesektor. Der Miniwarenkorb stieg damit im Jahresvergleich auf fast 19 Prozent.

Das heißt, vergangenes Jahr war der gleiche Einkauf (beim Miniwarenkorb sind auch Dienstleistungen und Treibstoff eingerechnet) um rund 20 Prozent weniger teuer. Mit am teuersten kommt der Treibstoff: Diesel stieg im Jahresvergleich um 65 Prozent, der Heizölpreis hat sich laut der Statistik Austria seit Juni 2021 „mehr als verdoppelt“ (110 Prozent). Gas wurde 78 Prozent teuer, Super um 61 Prozent. „Eine so hohe Teuerungsrate haben wir zuletzt im September 1975 gesehen“, erklärte  Statistik-Austria-Chef Tobias Thomas gegenüber dem Standard.

Auch Lebensmittel teurer

Lebensmittel kosten ebenfalls erheblich mehr: Die Preise für Milch, Käse und Eier stiegen im Schnitt um 16 Prozent, Brot um elf Prozent, Fleisch um etwa 13 Prozent. Welche Auswirkungen die steigenden Preise haben können, zeigt sich auch am Autosektor: Gebrauchte werden quasi monatlich teurer, rund ein Viertel ist mittlerweile mehr zu bezahlen. Restaurants und Hotels verlangen im Schnitt neun Prozent mehr als im Vorjahr, Nahrungsmittel und Getränke wurden offiziell um elf Prozent teurer.

OeNB rechnet mit langfristiger Besserung

Die Zahlen passen zur Einschätzung der Nationalbank: Die ging bereits Anfang Juli von 8,7 Prozent Inflation im Juni aus (wir berichteten). Die OeNB rechnet allerdings damit, dass der Peak der Teuerungsrate erst im Juli erreicht wird und dann auf bis zu neun Prozent steigen könnte. Mit Entspannung rechnet die Nationalbank erst im Februar 2023. „Hohe Rohstoffpreise und die ökonomischen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine treiben die Inflation 2022 auf einen Jahreswert, der zuletzt während der ersten Rohölkrise in den 1970er Jahren übertroffen wurde“, heißt es seitens OeNB. Langfristig soll es aber wieder besser werden: 2023 und 2024 rechnet die Bank mit einer sinkenden Inflationsrate, aber die von der EZB angestrebten zwei Prozent sind nicht machbar. Vorhergesagt werden 5,0 % im Jahr 2023 und 3,2 % im Jahr 2024.

Nationalbank: Inflation bleibt bis Jahresende bei 8 oder mehr Prozent

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