Scale-up

IDnow: Größter Fintech-Exit Deutschlands in Arbeit

Video-Ident-Verfahren geht auch via Smartphone. © IDnow GmbH
Video-Ident-Verfahren geht auch via Smartphone. © IDnow GmbH

Wenn es so passiert, wie es derzeit kolportiert wird, dann wäre es der größte Fintech-Exit, der jemals in Deutschland stattgefunden hat. Denn wie Branchenmedien aktuell berichten, steht das Münchner Scale-up IDnow, das für seine Video-Ident-Verfahren bekannt wurde, zum Verkauf. Ein solcher Exit könnte in der Größenordnung von 900 Millionen Euro über die Bühne gehen.

Kurz zu IDnow: Die Technologie des Münchner Unternehmens ist bei Solarisbank, N26, Erste Bank, Holvi, Sparkasse, Raiffeisen Bank International, UBS und vielen anderen Fintechs und Banken integriert und ermöglicht grundlegend, dass Nutzer:innen digital und ohne Filialbesuch Konten eröffnen können. Diese Video-Ident-Verfahren werden aktuell stark in Richtung automatisierte AI-Verfahren entwickelt. Es müssen bald keine Mitarbeiter:innen am anderen Ende des Video-Calls sitzen, um Ausweise zu verifizieren, sondern Künstliche Intelligenz kann das erledigen.

IDnow: Münchner Tech-Firma kauft sich Wirecard-Tochter

Markt wird kompetitiver

IDnow wird vor allem vom Private-Equity-Anbieter Corsair Capital finanziert und hat zuletzt eine aggressive Übernahmestrategie verfolgt. So wurde 2020 die Wirecard Communication Services GmbH, eine Tochter der insolventen Wirecard AG, übernommen, 2021 der französische Wettbewerber Ariadnext. Nun sucht man offenbar selbst einen Käufer. PE-Unternehmen bleiben in der Regel einige Zeit bei Scale-ups an Bord, bis sie diese dann weiter verkaufen.

Laut dem Branchendienst Mergermarkets wird Okta aus den USA als Vergleichsgröße in Sachen Bewertung herangezogen. Anhand der Umsatzzahlen, wie sie FinanceFWD berichtet, lässt sich eine Bewertung von 900 Millionen Dollar nur mit sehr hohen Umsatz-Multiples erklären. Derzeit soll Goldman Sachs den Markt sondieren, wer als Läufer in Frage kommt. Fest steht, dass der Markt für ID-Verfahren immer kompetitiver wird. So ist unter anderem auch Stripe, eines der größten Fintechs überhaupt, in diesen Markt eingestiegen (Trending Topics berichtete).

Stripe steigt ins Geschäft mit Online-Identitätsnachweisen ein

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