Atmosphärischer Wassergenerator

Imhotep: Eine Million für das Startup, das Trinkwasser aus der Luft erntet

Das "Phantor"-Team ©Imhotep Industries

Dürren und Trinkwasserengpässe sind vielerorts ein großes Problem. Das nicht nur ins globalen Süden, sondern auch hierzulande. Durch die fortschreitende Klimakrise wird sich diese Herausforderung zukünftig noch verstärken. Eine Antwort auf den weltweit steigenden Bedarf an sicherem und sauberem Trinkwasser könnten dabei atmosphärische Wassergeneratoren sein. An diesen arbeitet daher auch das oberösterreichische Startup Imhotep.Industries.

Der Name ihrer Antwort: „Phantor“. Dieser ist ein atmosphärischer Wassergenerator, welcher Wasser aus der Umgebungsluft kondensiert. So sollen täglich bis zu 10.000 Liter reines Trinkwasser erzeugt werden.

Wie Walter Kreisel aus Luft 10.000 Liter Wasser pro Tag macht

Unterstützung für Weiterentwicklung

Bereits 2019 wurde Imhotep.Industries als Spin-off der neoom group gegründet. Die neoom Group stellt Lösungen zur intelligenten Speicherung und Bereitstellung von Energie zur Verfügung. Gegründet wurde mit mit dem Ziel, atmosphärische Wassergeneratoren zu entwicklen, welche besonders energieeffizient und betriebsoptimiert seien, so die Gründer. So soll die Versorgung mit Trinkwasser auch an abgelegenen Orten oder autarken Infrastrukturen effizient ermöglicht werden.

Dafür haben sich die beiden Gründer Walter Kreisel und Manfred Ledermüller im September 2021 nun auch weitere Unterstützung mit an Bord geholt. So soll der neu eingesetzte Chief Commercial Officer, Lothar Stadler, den internationalen Vertrieb und das globale Partnernetz aufbauen, während der neu eingesetzte Chief Operating Officer, Werner Töpfl, für das operative Company Building und den Bereich Finanzen zuständig sein wird, gibt Imhotep.Industries an.

Ein Langzeittest mit einem Prototyp des "Phantors" findet zur Zeit in Dubai statt. @Imhotep Industries
Ein Langzeittest mit einem Prototyp des „Phantors“ findet zur Zeit in Dubai statt. @Imhotep Industries

Finanzierungsrunde über 1 Mio. Euro

Was die beiden außer ihrer Tätigkeit bei Imhotep.Idustries noch verbindet: Beide sind bei der Wiener Beteiligungsgesellschaft Epoona tätig. Laut eigenen Angaben sei Epoona eine Investment-Boutique, welche sich sowohl an Startups in der Seed-Phase beteiligt, als auch aktiv auf der Suche nach Klein- und Mittelstandsbetrieben sei, die sich in einer Nachfolgesituation befinden.

Gemeinsam mit der  Tomas Group beteiligte sich Epoona nun an der aktuell abgeschlossenen Finanzierungsrunde, wie Kreisel gegenüber Tech & Nature bestätigt. Insgesamt konnte die Finanzierungsrunde in einer Höhe von einer Million Euro abgeschlossen werden. Durch das Investment durch Epoona und dem damit verbundenen Einbringen ins Management will Imhotep.Industries den eigenen Angaben nach nun in die nächste Runde der Unternehmensentwicklung starten.

neoom: Cleantech-Startup holt sich frische 11 Millionen Euro für DACH-Expansion

Wenig überraschend könne der beste Wasserertrag mit „Phantor“ in warmem und feuchtem Klimazonen erreicht werden, so Imhotep.Industries. Einen Langzeittest absolviert ein Prototyp von Phantor allerdings gerade in Dubai auf einer Hotelinsel, wo es zwar warm, aber nicht unbedingt feucht ist. Auch an der Dubai Expo Water Week, der Singapore International Water Week, sowie dem GreenTech-Festival in Berlin will das Startup in nächster Zeit teilnehmen.

Zudem werde bereits an der Entwicklung eines kleineren Phantors gearbeitet, so das Startup. Auf lange Sicht gesehen, wollen die Gründer sich als führender Anbieter für autarke, alternative, saubere und sichere Trinkwassertechnologie positionieren, geben diese in einer Mitteilung an.

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