Finanzierung

Ikea investiert in Wärmepumpen-Spezialisten Qvantum

Qvantum-CEO Fredrik Rosenqvist. © Qvantum
Qvantum-CEO Fredrik Rosenqvist. © Qvantum

Weg vom russischen Gas, weg vom schädlichen Öl, hin zu nachhaltigen Energie- und Wärmequellen. Auf dieser Welle schwimmt auch das schwedische Unternehmen Qvantum aktuell sehr gut. Denn der 1993 gegründete Hersteller von Wärmepumpen holt sich in einer frischen Finanzierungsrunde stattliche 41 Millionen Euro. Besonders spannend dabei ist, dass einer der Geldgeber Ikea ist – also einer der größten Möbelkonzerne der Welt. Ikea kann als Vertriebspartner der große Hebel für den europäischen Markt für Qvantum sein.

Konkret wird die Finanzierungsrunde von Thomas von Koch (Partner und ehemaliger CEO der globalen Private-Equity-Firma EQT) der IMAS-Stiftung (Schwesterstiftung der INGKA-Stiftung, also die Eigentümerin der INGKA-Gruppe, die die meisten IKEA-Einrichtungshäuser weltweit betreibt) sowie von Climentum Capital, NEA Partners, SEB Greentech, DIG Investment, Gullspång Invest sowie Mats Rahmström (CEO von Atlas Copco) gestemmt. Die Aussicht ist, sich Marktanteile in einem stark wachsenden Milliardenmarkt zu schnappen.

Es geht vor allem um Wärmepumpen für den urbanen Raum. Mit dem frischen Kapital soll die Fertigstellung der neuen Produktionsstätte in Åstorp (Kapazität von 50.000 Wärmepumpen pro Jahr) finanziert werden, sowie soll die Einführung der nächsten Generation modularer elektrischer Wärmepumpen auf der Grundlage natürlicher Kälte in ganz Europa vorangetrieben werden.

Ovum: Tiroler Startup will mit Energie-effizienten Wärmepumpen punkten

Milliardengeschäft in Europa

„Qvantum ist gut positioniert, um eine treibende Kraft auf dem Weg zur Netto-Null zu sein und die steigende Nachfrage nach erneuerbarer Heizung und Kühlung zu erfüllen. Die IEA geht davon aus, dass die Wärmepumpenbranche in allen fortgeschrittenen europäischen Volkswirtschaften mit bahnbrechenden Raten wachsen wird. Das jüngste REPowerEU-Paket kann nur mit exponentiellem Wachstum in diesem Jahrzehnt (CAGR 20 %) und einer nahezu vollständigen Umstellung des Heizungsmarktes – von fossilen Heizkesseln auf Wärmepumpen – erreicht werden. Der Absatz von Wärmepumpen in Europa wird im Jahr 2021 bei etwas über 2 Millionen Stück liegen (mit einem adressierbaren Markt von 8-10 Mrd. Euro“, heißt es aus dem Unternehmen.

Wärmepumpen-Firmen stehen aktuell auch in Österreich im Aufwind. So konnten sich bereits die Unternehmen Ecop Technologies aus Oberösterreich sowie Lambda Wärmepumpen und Ovum aus Tirol einen Namen machen. Wichtig zu wissen sind zwei Dinge: Seit dem Beginn des Ukrainekriegs ist die Nachfrage nach Wärmepumpen in Österreich und der EU im Streben nach mehr Energieunabhängigkeit gestiegen. Und: Wärmepumpen benötigen zum Betrieb Strom, und der ist ebenfalls teurer geworden.

Wärmepumpen: Auch die Alternative zu Gas- und Ölheizung wird teurer

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