Krise

Infarm: Deutsches Indoor-Farming-Startup entlässt 500 Mitarbeiter:innen

Das deutsche Startup Infarm baut Gemüse und Kräuter in "Brutschränken" an © diephotodesigner.de
Das deutsche Startup Infarm baut Gemüse und Kräuter in "Brutschränken" an © diephotodesigner.de

Ende letzten Jahres konnte sich das Berliner Indoor-Farming-Startup Infarm noch 200 Millionen US-Dollar Investment sichern – und wurde damit zum Unicorn. Nun dürfte es aber Schwierigkeiten geben: Wie unter anderem das Handelsblatt berichtet, entlässt das Startup „mehr als die Hälfte“ seiner Mitarbeiter:innen. Rund 500 Personen sollen das Unternehmen verlassen müssen.

Infarm gibt einzelne Märkte auf

Die Weltwirtschaftskrise und vor allem die gestiegenen Energiekosten sollen diesen Schritt unumgänglich machen. Bei einer Mitarbeiterversammlung am Montag Abend soll CEO Erez Galonska die Entlassungen bekanntgegeben und mit der „schwierigen Situation auf den Kapitalmärkten“ begründet haben.  Nun gehe es darum, im nächsten Jahr profitabel zu werden, rund 950 verbliebene Mitarbeiter:innen sollen dafür bleiben. In einem weiteren Schritt sollen außerdem die Geschäfte in Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden „zurückgefahren“ werden, aus den USA (Baltimore und Seattle) will man sich sogar komplett zurückziehen.

Finanzierungsrunde soll folgen

Bleiben will Infarm in Kopenhagen, Frankfurt und Toronto, in Baltimore soll sogar ein neues „Gewächszentrum“ entstehen. In diesen Ländern verfüge das Startup „über starke Verträge und enge Verbindung“ zu den Kund:innen. Dazu ist eine zusätzliche Finanzierungsrunde geplant, die von der Qatar Investment Authority angeführt werden soll.

Infarm züchtet verschiedene Gemüsesorten, Salate und Kräuter in vertikalen Farmen, im Optimalfall direkt dort, wo das Grünzeug konsumiert wird. Das deutsche Startup stellt die Felder sozusagen direkt in den Supermarkt, was zuletzt sogar zu einer Unicorn-Bewertung führte (wir haben berichtet). Noch im Dezember 2021 konnte sich Infarm in einer Series-D-Finanzierungsrunde 200 Millionen US-Dollar, also rund 177 Millionen Euro, sichern. Zu den Investor:innen gehörten bestehende und neue Investor:innen, so etwa auch die Qatar Investment Authority. “Das derzeitige Lebensmittelsystem ist nicht mehr tragfähig. Die vertikale Landwirtschaft und das Infarm-System bieten eine nachhaltige Lösung, um eine wachsende Bevölkerung auf eine Art und Weise zu ernähren, die weitaus besser für den Planeten und angesichts klimatischer Unsicherheiten und Schwierigkeiten bei Lebensmittellieferketten deutlich widerstandsfähiger und flexibler ist“, so Mitbegründer und CEO  Erez Galonska damals.

Das deutsche Startup Infarm baut Gemüse direkt im Supermarkt an

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