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Lightyear: Neue Aktien-App fordert Trade Republic und Co heraus

© Lightyear
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Scalable Capital, Trade Republic, Bitpanda, Flatex und so weiter und so fort – Trading-Apps für den mobilen Kauf von Aktien und ETFs gibt es reihenweise, und jetzt kommt noch eine dazu. Denn das Londoner Startup Lightyear startet heute mit seiner Trading-App in 19 europäischen Ländern der Eurozone, darunter auch in Spanien, Deutschland, Italien, Portugal, den Niederlanden, Frankreich und Österreich.

Kurz zum Startup: Es wurde erst im Oktober 2020 in London von den beiden ehemaligen Wise-Mitarbeitern Martin Sokk und Mihkel Aamer gegründet und hat in der kurzen Zeit bereits insgesamt 35 Millionen Euro an Risikokapital erhalten. Zu den Geldgebern zählen unter anderem Lightspeed Venture Partners, Mosaic Ventures, Metaplanet, Taavet+Sten sowie die Virgin Group von Sir Richard Branson.

Lizenz in Estland für Europa-Rollout

Der schnelle Rollout aus London in 19 Euro-Ländern funktioniert vor allem deswegen, weil Lightyear eine Lizenz in Estland bei der dortigen Finanzmarktaufsicht besorgt hat – darüber ist man in der EU reguliert und fällt unter die EU-weite Einlagensicherung, die Einlagen der Kund:innen bis zu 100.000 Euro schützt. In der App gibt es mehr als 3.000 verschiedene Aktien und ETFs zum Investieren.

Stellt sich noch die Frage, warum man Lightyear, das ein Kind der Corona-Krisenjahre ist, benutzen sollte. Die Macher:innen locken, wie viele andere Trading-Apps auch, mit Null-Gebühren-Handel. „Wir berechnen keine Provisionen. Es gibt keine Konto- oder Verwaltungsgebühren, keine Begrenzung der Anzahl der „freien“ Trades, die Sie erhalten, und wir verstecken keine FX-Gebühren oder Spreads, wie es viele tun“, heißt es gegenüber Trending Topics.

Wie Trade Republic wirklich Geld mit deinen Aktien-Investments verdient

Lightyear verzichtet auf PFOF

Kernkomponente des Geschäftsmodells sei vielmehr der Multi-Währungs-Account, den Nutzer:innen bekommen. Sie können sowohl in Euro als auch in Dollar investieren, was durch den leider rasanten Verfall des Euro gegenüber dem Dollar für manche Anleger:innen (je nach Strategie) interessant sein kann. Hier kommt die Wise-Vergangenheit der Lightyear-Gründer durch. Sie können in verschiedenen Währungen anlegen. Für den Währungswechsel zwischen Euro und Dollar gibt es eine Wechselgebühr von 0,35%. Künftig soll für die App auch ein Freemium-Modell umgesetzt werden. Das bedeutet, dass Nutzer:innen für zusätzliche Pro-Features eine monatliche Abogebühr bezahlen sollen.

Mit diesem Geschäftsmodell unterscheidet sich Lightyear deutlich von anderen Trading-Apps, die auf „Payment For Order Flow“ (PFOF) setzen – etwa Trade Republic oder Scalable Capital. PFOF ermöglicht es Betreiber:innen zwar, Null-Gebühren-Handel anzubieten, doch EU-Behörden und Konsument:innenschützer sehen darin einen Nachteil für User. Bei PFOF werden die Aktienkäufe von Nutzer:innen an Ausführungsplätze weiter gegeben, die dann den App-Betreiber:innen Geld dafür bezahlen. Wie berichtet sieht eine Reform der Europäischen Finanzmarktverordnung (Mifir) ein PFOF-Verbot vor – gegen das sich Trade Republic kräftig wehrt.

PFOF: EU will kontroverses Geschäftsmodell vieler Neobroker verbieten

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