E-Mobilität

NEcharge: Steirisches Startup bietet mobiles Ladekabel für E-Autos

© NEcharge
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Elektroautos liegen angesichts der Energiewende immer stärker im Trend. Damit gehen aber auch viele Herausforderungen einher, besonders im Bereich der Ladeinfrastruktur. Zwar gibt es immer mehr Ladesäulen, doch flexiblere Lösungen sind sehr gefragt. Ein Startup, das hier brillieren will, ist NEcharge aus der Steiermark. Die Jungfirma will mit dem mobilen Aufladekabel „NEcharge One“ jede Starkstromsteckdose zur Aufladestation für E-Autos machen.

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Laden nach dem „Plug and Charge“-Prinzip

Gründer Christian Kranz hat das Startup im März 2021 ins Leben gerufen. Sein Ziel war es, die Elektromobilität anzutreiben und so einen großen Beitrag zum Kampf gegen die Klimakrise zu leisten. „Ich habe einen kleinen Sohn und möchte dazu beitragen, ihm und der nächsten Generation eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Bei NEcharge haben wir uns darauf verständigt, den Nachhaltigkeitsgedanken und eine regionale Wertschöpfung ins Zentrum unserer Unternehmung zu stellen“, so Kranz.

Für das Startup ist das Laden an der öffentlichen E-Tanksäule aufgrund der hohen Kosten keine sehr nachhaltige Option. Ebenfalls keine gute Lösung sei es, zuhause eine fixe Wallbox anzubringen. Bei NEcharge soll das anders sein, das Ladekabel funktioniert nach dem „Plug & Charge“-Prinzip. Soll heißen: Anstecken und Laden, ohne manuelle Einstellungen. Das fünf Meter lange Ladekabel soll auf jeden genormten Typ 2-Stecker bei E-Autos passen und mit jeder Starkstromsteckdose kompatibel sein. Dadurch soll das Aufladen fast überall möglich sein.

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NEcharge setzt stark auf Nachhaltigkeit

Der NEcharge One soll die optimale Ladeeinstellung je nach Netzverfügbarkeit automatisch erkennen. Er lädt im Regelfall dreiphasig mit einer Leistung von 11 Kwh (Kilowatt pro Stunde) und 16 Ampere. Auf diesen Standard haben sich die Autohersteller für den europäischen Markt in den letzten Jahren geeinigt. Diese Lasten soll laut dem Startup auch das Energienetz flächendeckend tragen können. Wenn der User:innen diese Einstellungen manuell verändern möchten, soll es ein eigenes Interface ermöglichen, zwischen fünf Ampere-Einstellungen zu wählen.

Beim Design setzt das Jungunternehmen auf Einfachheit und Nutzerfreundlichkeit. Das Kabel soll besonders leicht sein und wenig Platz im Kofferraum verbrauchen. Die schmale LED-Anzeige und der kapazitive Sensor unterhalb des Logos sollen das Design besonders simpel machen. Gefertigt wird der mobile Wallbox-Ersatz in der Steiermark. Die Platine, das Herzstück des Geräts, wird in Deutschland produziert. Sämtliche Rohstoffe, sofern in Europa verfügbar, bezieht die Jungfirma nach eigenen Angaben regional. 98 Prozent der Wertschöpfungskette sollen in Österreich und Deutschland sein.

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Rollout bei „Rock den Ring“ am 26. Juni

Der Preis für das Kabel beläuft sich auf 699 Euro. Es gibt viele andere Lösungen, die mobiles Aufladen bei E-Autos ermöglichen. Doch laut NEcharge handelt es sich hierbei um ein einzigartiges Angebot, „Made in Austria“ und mit einem vergleichsweise günstigen Preis. Im Vergleich zu öffentlichen Fast-Charging Stationen soll sich der Preis bei einem Ladevorgang mit dem NEcharge One um bis zu 75 Prozent senken.

Bereits ein Jahr nach der Gründung kann die Jungfirma eine Finanzierungsrunde in sechsstelliger Höhe vorweisen. Nun steht der Marktstart des Aufladekabels kurz bevor. Erstmals sehen und testen kann man den NEcharge One beim Elektromobilitätsfestival „Rock den Ring“ am 26. Juni 2022 in Wien. Nach dem ersten Rollout in Österreich soll noch in diesem Jahr der Start in Deutschland folgen. Nach der Erschließung des DACH-Raums will NEcharge auch in andere Märkte aufbrechen.

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