Crowdfunding

Relai: Schweizer Bitcoin-App holt noch einmal eine Million Euro an Bord

Das Management-Team von Relai. © Relai App
Das Management-Team von Relai. © Relai App

Bitcoin bei fast 60 Prozent unter seinem Allzeithoch und damit „nur“ mehr etwa 27.500 Euro wert – es gab vor gar nicht allzu langer Zeit sicher bessere Zeiten, um mit einer Bitcoin-App auf Fundraising zu gehen. Doch gerade für die führende Kryptowährung, die bei der Marktdominanz zuletzt wieder zugelegt hat, gibt es immer noch Interessent:innen. Und davon profitiert aktuell auch das Schweizer Startup Relai rund um Mitgründer und CEO Julian Liniger.

Denn nachdem die junge Firma bereits in einem ersten, privaten Crowd-Sale 1,2 Millionen Euro, kommen nun über eine öffentliche Crowdfunding-Runde noch einmal knapp eine Million Euro dazu. Etwa 850 Anleger:innen haben genau 970.000 Euro springen lassen. Über die Crowdinvesting-Plattform CrowdCube wird mit so genannten Convertibles investiert: Das sind Wandeldarlehen, die zu einem späteren Zeitpunkt, in der Regel nach Abschluss einer weiteren Finanzierungsrunde, in Aktien des Unternehmens umgewandelt werden.

Relai: Schweizer Bitcoin-Startup holt Millionen-Investment an Bord

BTC ohne Ausweiskontrolle kaufen

Insgesamt hat Relai damit 2,2 Millionen Euro eingesammelt – also deutlich mehr als die ursprünglich 1,5 Millionen Euro, die angepeilt wurden. Die App ist erst seit dem Sommer 2020 verfügbar, angaben der Gründer zufolge gab es bis dato mehr als 80.000 Downloads in 46 Ländern, und es soll 24.000 aktive Nutzer:innen geben. Die Besonderheit der Schweizer App ist, dass man dort in der gesamten EU ohne Identitätskontrolle Bitcoin im Wert von 5.000 CHF pro Transaktion kaufen kann. Allerdings will die FINMA (Schweizer Finanzmarktaufsicht) diesen Schwellenwert auf 1.000 CHF pro Monat herabsetzen.

Jene Investor:innen, die beim Crowdfunding von Relai mitgemacht und mehr als 5.000 Euro investiert haben, entfällt die sonst übliche  Transaktionsgebühr für BTC-Läufe auf bestimmte Zeit– je mehr man investiert hat, desto mehr Monate kann man künftig quasi gratis BTC in der App einkaufen. Abgesehen von solchen Sonderaktionen wird auf jede Transaktion eine Pauschalprovision von 1 – 2,5% verrechnet.

In Österreich gibt es mit 21bitcoin eine zu Relai sehr ähnliche App eines jungen Salzburger Startups. Auch dort geht es um das einfache Kaufen von BTC bzw. das Einrichten eines Sparplans. Beide Startups ermutigen ihre Nutzer:innen auch dazu, sich die BTC in Self-hosted Wallets zu speichern, um unabhängig von Fremd-Apps zu sein.

„Angriff auf Krypto“: Schweizer Schwellenwert für anonyme Bitcoin-Käufe soll sinken

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