E-Mobility

Rivian schafft zum Börsengang Bewertung von 66,5 Milliarden Dollar

© Rivian
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Es war wohl einer der am sehnlichsten erwarteten Börsengänge des Jahres: Heute hat der potenzielle Tesla-Rivale Rivian sein IPO hingelegt. Und die Zahlen können sich mehr als sehen lassen. Ursprünglich hatte der E-Auto-Hersteller das Ziel, eine Bewertung von 60 Milliarden Dollar zu erreichen (Trending Topics berichtete). Stattdessen ist sie aber laut CNBC, gemessen an dem jetzt festgelegten Aktienpreis, auf satte 66,5 Milliarden Dollar gestiegen. Fast zwölf Milliarden Dollar konnte die Jungfirma zum Börsengang von Investor:innen einsammeln. Damit ist Rivian auf Anhieb in die Oberliga der Autokonzerne aufgestiegen und hat selbst Urgesteine wie Ferrari, Honda und Hyundai in der Bewertung überholt.

Rivian will bei Börsengang mit 60 Milliarden Dollar mehr wert sein als Ferrari

Rivian-Markteintritt für Anfang 2022 geplant

Vergangene Woche hatte Rivian noch vor, 135 Millionen Aktien der Kategorie A zu einem Preis von 57 bis 62 Dollar zu verkaufen. Am Mittwoch konnte das Unternehmen jedoch 153 Millionen Anteile zu 78 Dollar an die Investor:innen bringen. Das ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass die 2009 gegründete Firma bislang noch keine Fahrzeuge an Kund:innen ausgeliefert hat. Jedoch befindet sich der E-Pickup R1 schon in Produktion und soll Anfang 2022 auf den Markt kommen.

Rivian hat bislang noch keine echten Umsätze erzielt. Im dritten Quartal gibt das Jungunternehmen an, dass es bis zu 1,28 Milliarden Dollar verlieren wird, während die Einnahmen zwischen null und einer Million Dollar liegen werden. Dennoch ist der Hype um die Firma gewaltig, immer wieder gab es Mega-Finanzierungsrunden. Außerdem gibt es laut Rivian einen Auftragsbestand von 55.400 Vorbestellungen für die Elektrofahrzeuge R1T und R1S hat. Der R1T ist ein Lkw, dessen Preis bei 67.500 Dollar beginnt, und der R1S ist ein SUV, dessen Preis bei 70.000 Dollar beginnt. Das Unternehmen geht davon aus, dass es diese Bestellungen bis Ende 2023 erfüllen kann. Der Standort in Illinois habe eine Produktionskapazität von bis zu 150.000 Fahrzeugen pro Jahr.

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Amazon hatte schon vor IPO Anteile

Ein großer Anteilshaber von Rivian ist der E-Commerce-Gigant Amazon, der bereits 100.000 Fahrzeuge bestellt hat. Bis 2030 will die Jungfirma diese liefern. Schon im nächsten Jahr sollen außerdem 10.000 neue Rivian-Amazon-Lieferfahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein. Amazon stellt seine Flotte auf erneuerbare Energiequellen um und kündigte 2019 an, Tausende von Fahrzeugen von Rivian zu kaufen.

Amazon hat mehr als 1,3 Milliarden Dollar in Rivian investiert und besaß vor dem IPO 22,4 Prozent der Anteile. Zum Angebotspreis sind diese nun etwa 12,5 Milliarden Dollar wert. Ein weiterer Anteilshaber vor dem Börsengang ist der Autokonzern Ford. Das US-Unternehmen besaß vor dem IPO insgesamt 14,4 Prozent der Aktien. Diese stehen jetzt bei einem Wert von acht Milliarden Dollar.

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