Fintech

Robinhood: Neue Debit-Karte investiert automatisch in Krypto-Assets

© Robinhood
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An der Schnittstelle Fintech und Krypto-Assets kennt die Kreativität aktuell keine Grenzen. Das zeigt etwa das Beispiel Robinhood in den USA. Der etwas als Zocker-App verschrieene Neobroker hat dort die Robinhood Cash Card vorgestellt, die im Kern so funktioniert wie eine Debit-Karte eben funktioniert. Doch die Zielgruppe Generation Z soll damit nicht nur in (Online-)Shop bezahlen oder Geld am Automaten abheben können, sondern auch sanft ans Thema Investieren heran geführt werden.

Und dazu gibt es folgenden Trick: Nutzer:innen können die Beträge automatisch auf den nächsten vollen Dollar-Betrag aufrunden lassen, und diese Differenz zwischen Preis und Round-up-Level wird dann automatisch in bei Robinhood erhältliche Assets investiert – neben Aktien und ETFs sind das eben auch Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Dogecoin, Litecoin, Ethereum Classic, Bitcoin Cash und Bitcoin SV. Wer sich also einen Burger um 5,80 US-Dollar kauft, kann so automatisch 20 Cent in DOGE investieren lassen.

400 Dollar pro Monat maximal

Um die (zumeist) jungen User zu schützen, werden die Aufrundungen auf maximal 100 Dollar pro Woche limitiert. Was eigentlich viel ist, immerhin kann man so maximal 400 Dollar pro Monat investieren – das ist mehr als so mancher Durchschnittshaushalt pro Monat für Anlagen übrig hat. Robinhood geht es darum, junge Nutzer:innen an seine Cashcow heranzuführen.

Denn 2021, das zeigen Finanzdaten aus dem Unternehmen, hat Robinhood sehr viel Geld gerade mit dem Trading von Krypto-Assets gemacht. Im zweiten Quartal 2021 war der Handel mit der Spaß-Kryptowährung Dogecoin so massiv, dass die Trading-App damit satte 25 Prozent seines Gesamtumsatzes mit DOGE machte. Das fiel dem Unternehmen danach, als der Dogecoin-Hype nach ließ, wieder auf den Kopf.

Robinhood und das wackelige Geschäft mit der Spaßwährung Dogecoin

Junge Menschen an Krypto-Assets heranführen

Die neue Cash Card ist ein Teil der Strategie des Unternehmens, „embedded crypto products“ zu schaffen. Krypto-Assets sollen als selbstverständlicher Teil des Finanzlebens wahrgenommen werden und noch weiter in den Mainstream gebracht werden. Mit dem Angebot einer Debit-Karte (im Unterschied zur Kreditkarte, die wiederum ein sehr US-amerikanisches Phänomen ist) will man die Generation Z gezielt ansprechen.

„Nur 17 % der Generation Z geben an, dass eine Kreditkarte ihre bevorzugte Zahlungsmethode ist, verglichen mit 46 % der Millennials und 47 % der Babyboomer“, heißt es seitens Robinhood. Es fände ein Wandels statt – weg von Kreditkarten und Cash hin zu digitalen Transaktionen. Denen wolle man Rechnung tragen. Dass an so auch junge Menschen hin zu risikoreichen Investments, wie sie Krypto-Assets nun mal sind, treibt, wird nicht direkt angesprochen.

Revolut greift Robinhood im Heimatland USA mit Aktien-Trading an

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