Marktentwicklung

SOL, ADA, DOGE: Herbere Verluste für Cryptos durch die Bank

Solana. © GuerrillaBuzz Blockchain PR Agency
Solana. © GuerrillaBuzz Blockchain PR Agency

Nach einigen Erholungsphasen am Krypto-Markt schlägt die Realität des Krypto-Winters wieder zu. In der Nach auf Freitag haben sich die Verluste vor allem bei Altcoins verschärft. Nahezu alle Tokens der mit Ethereum konkurrierenden Smart-Contracts-Netzwerke liegen mit (teilweise deutlich) mehr als 10% im Minus. Den Marktführern Bitcoin und Ethereum geht es da noch vergleichsweise gut.

Aber auch bei BTC gibt es Verluste. Mit einem Minus von 7% in 24 Stunden ist Bitcoin unter das Level von 22.000 Euro gefallen. Ethereum, zuletzt durch die Fortschritte hin zum großen „The Merge“-Moment überdurchschnittlich stark gewachsen, muss auch einstecken, und zwar ein Minus von etwa 5%. Noch aber kann sich ETH über der Marke von 1.700 Euro halten.

Altcoins leiden stark

Viel düsterer als bei Ethereum, das bald auf Proof of Stake wechseln wird, sieht es bei seinen Mitbewerbern aus. Egal ob Cardano, Solana oder Polkadot – die Tokens von Smart-Contracts-Netzen liegen tief im Minus. Hier der Überblick über die Kursentwicklungen der letzten 24 Stunden:

  • Cardano (ADA): -13%
  • Solana (SOL): -12%
  • Polkadot (DOT): -13%
  • Dogecoin (DOGE) -14,5%
  • SHIBA INU: -14%
  • Polygon (MATIC): -11%
  • Avalanche (AVAX): -15%
  • Uniswap (UNI): -13%
  • NEAR: -13%

Hinweise darauf, dass Bewegungen an den regulären Aktienmärkten Auslöser für den Einbruch sein könnten gibt es nicht. Leitindizes wie der Dow Jones, der S&P500 oder das Nasdaq100 lagen am Donnerstag relativ stabil. Auch die US-Notenbank Federal Reserve hat sich noch nicht konkret entschieden, wie die nächste Zinserhöhung im September aussehen wird. Beobachter:innen gehen von einem kleineren Schritt als zuletzt aus.

Ethereum kurz vor Wechsel auf Proof of Stake

Was allerdings in Krypto-Gruppen diskutiert wird ist Folgendes: Es werden Parallelen zum Jahr 2008 gezogen. Damals crashten die Aktienmärkte in Folge der Subprime-Krise, und zwar in mehreren Schritten. Das Schema wollen Beobachter:innen nun in den Charts des S&P500 sehen und merken an, dass es demnächst noch einmal ordentlich nach unten gehen könnte. Möglich also, dass die Krypto-Märkte diesen Trend vorwegnehmen. Allerdings sind Schlüsse aus der Vergangenheit auf künftige Kursbewegungen wie immer mit größter Vorsicht zu genießen.

Da aktuell aber vor allem die mit Ethereum rivalisierenden Blockchains bzw. deren Token verlieren, kann man das auch so interpretieren: Durch den Umstieg von Ethereum auf Proof of Stake zieht ETH mit den jüngeren Herausforderern technisch gleich – und Solana, Cardano und Co. haben ein Unterscheidungsmerkmal vom großen Bruder weniger.

 

Ethereum: Was Proof of Stake bringen wird – und was nicht

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