Klimafreundliche Mobilität

Stadt Wien startet Lastenrad-Förderung für Private von bis zu 1.000 Euro

Ein Lastenrad im ersten Bezirk in Wien © Unsplash
Ein Lastenrad im ersten Bezirk in Wien © Unsplash

Eine klimafreundliche Mobilität ist für ein Nachhaltigkeitskonzept in Städten von großer Bedeutung. Dabei fällt vor allem Fahrrädern eine wichtige Rolle zu. Selbst im Transport könnten Lastenräder die Zukunft sein, denn sie sind nicht nur nachhaltiger, sondern in Stadtzentren auch bis zu 60 Prozent schneller als gewöhnliche Lieferwägen (wir berichteten). Dieses Potenzial sieht auch die Stadt Wien und bietet Privatpersonen nun finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung von Lastenrädern. Förderungen können ab heute um 14 Uhr beantragt werden.

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Förderung auch für „Spezialfahrräder“

Den Kauf von Cargo Bikes für Privatpersonen fördert die Stadt Wien mit bis zu 1.000 Euro. Darüber hinaus gibt es auch Unterstützung für „Spezialfahrräder“ wie Rollstuhl-Lastenräder oder Rollstuhl-Rikschas, die überwiegend dem Transport von gehbehinderten Personen dienen. Im Zuge der Förderung soll sich auch die Flotte des städtischen Lastenrad-Sharing-Angebots „Grätzlrad Wien“ erweitern. Abgewickelt wird die Förderung durch die Mobilitätsagentur Wien.

„Um den Klimaschutz in Wien voranzutreiben, braucht es eine Vielzahl von Maßnahmen. Neben dem Ausbau der Öffis, von Sharing-Angeboten und der Radinfrastruktur fördern wir auch Transportfahrräder“, so Mobilitätsstadträtin Ulli Sima. „Besonders freut es mich, dass wir durch die Förderung von Rollstuhl-Fahrrädern und –Rikschas auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität das klimafreundliche Unterwegsein erleichtern können.“ Die Fördersumme je Spezialfahrrad liegt ebenfalls bei maximal 1.000 Euro.

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Stadt Wien refundiert bis 50 Prozent von Kaufpreis

Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Wien haben die Möglichkeit, eine Förderung zu bekommen. Maximal refundiert die Stadt Wien 50 Prozent des Kaufpreises. Für Transportfahrräder ohne Elektromotor liegt die maximale Förderhöhe bei 800 Euro. Handelt es sich um Lastenfahrrad mit Elektromotor, erhöht sich die Fördersumme auf maximal 1.000 Euro. Die Förderung gilt für neu gekaufte Transportfahrräder und rückwirkend. Transportfahrräder, die Stadtbewohner:innen ab 1. März 2022 gekauft haben, können sie zur Förderung einreichen. Die Transportfahrradförderung der Stadt Wien für Privatpersonen soll bis Ende 2026 laufen.

„Transportfahrräder sind Fahrräder mit Mehrwert. Der wöchentliche Großeinkauf, die benötigten Sachen für einen Ausflug oder Kinder, die vom Spielplatz abgeholt werden, finden darin Platz. All das, ohne dabei schädliche Emissionen auszustoßen. Eine Win-Win-Situation für die Menschen und das Klima“, sagt Martin Blum, Geschäftsführer der Mobilitätsagentur Wien.

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Erweiterung der Grätzlräder-Flotte

Neben der Förderung von Lastenrädern soll es auch neue Grätzlräder geben. Die Stadt Wien will die Flotte des Transportfahrrad-Sharings aufstocken. Grätzlräder stehen kostenfrei zur Verfügung. Derzeit umfasst die Flotte der Stadt 26 Transportfahrräder. Ab diesem Jahr sollen weitere hinzukommen. Vereine oder Unternehmen, die eine Förderung für ein Grätzlrad bekommen, verpflichten sich, es mindestens zwei Jahre lang der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Ab heute, 14 Uhr, lassen sich Förderungen auf der Website von Fahrrad Wien beantragen.

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