Porträt

Terawind: Wiener Startup will Windkraft aus den Bergen gewinnen

Konzept einer Terawind-Turbine © Terawind
Konzept einer Terawind-Turbine © Terawind

Windkraft ist eine Erneuerbare Energie, die heute noch immer über viele ungenutzte Möglichkeiten verfügt. Denn zwar gibt es bereits viele Windräder auf dem Land und auch vor Meeresküsten, doch die weltweit wirklich stärksten Winde fangen diese Anlagen oft nicht ein. Denn diese Winde finden sich häufig in Gebieten, die schwer zugänglich sind, speziell in den Bergen. Hier setzt das Wiener Startup Terawind an. Die 2021 gegründete Jungfirma entwickelt Windenergieanlagen für Starkwindgebiete, die bislang ungenutzte Energiereserven zugänglich machen sollen.

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„Extrem hohes Potenzial“ bei Starkwindgebieten

„Die stärksten Winde der Welt lassen sich heute noch nicht effektiv für die Erzeugung von Erneuerbarer Energie nutzen. Dabei bergen sie ein extrem hohes Potenzial. Wenn wir es schaffen, diese Winde nutzbar zu machen, kann uns das im Bereich der Erneuerbaren Energien maßgeblich voranbringen. Deswegen entwickeln wir Turbinen mit Fokus auf Starkwindgebiete“, erklärt Philip Krammer, der Gründer von Terawind.

Derzeit befinden sich die Anlagen von Terawind noch in der Prototypphase. An zwei verschiedenen Modellen arbeitet das Team des Startups, das sich aus Ingenieuren und Experten zusammensetzt. Die Turbinen von Terawind sind laut Krammer kleiner, aber leistungsstärker als die gewöhnlichen Windräder. Ein großer Vorteil sei auch, dass sich ihre Drehzahl kontinuierlich auf die derzeitige Windgeschwindigkeit abstimmen lässt.

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Terawind will Rotoren in komplexem Gelände installieren

Somit sollen die Turbinen auch dem stärksten Gebirgswind standhalten und daraus hohe Mengen an emissionsfreier Energie gewinnen können. Außerdem sollen sie sich leichter an die oft sehr wechselhaften Windverhältnisse in Starkwindgebieten anpassen können. Weil die Rotoren kleiner und leichter sind, sollen sie sich leicht transportieren und in komplexem Gelände installieren lassen. Eine optimierte Aerodynamik soll außerdem für eine geringere Geräuschentwicklung sorgen. Ebenfalls soll das leichtere Design weniger gefährlich für Vögel sein.

Mit diesem Konzept hat Terawind trotz der frühen Phase in der Entwicklung bereits jetzt schon viel Aufmerksamkeit erregt. So erhält das Wiener Startup Unterstützung durch die Bundesministerien für Klimaschutz und für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort. Die beiden Ministerien haben dem Jungunternehmen in einer Pre-Seed-Finanzierung, abgewickelt vom aws, bereits finanziell unter die Arme gegriffen. Darüber hinaus hat es Terawind in diesem Jahr in den Accelerator von Greenstart geschafft, der Startup-Initiative des Klima- und Energiefonds. In Zukunft will die Jungfirma weiter an ihren Prototypen arbeiten und ihr Team vergrößern. Es bleibt zu hoffen, dass sich durch diese Innovation bald sauberer Strom aus den Bergen gewinnen lässt.

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