Krypto-Assets

US-Senat zieht Schlinge um Stablecoin-Macher enger

USD, USDT und BUSD. © Hersteller
USD, USDT und BUSD. © Hersteller

Sie sind essenzielle Tools im Handel mit Kryptowährungen und haben enorme Marktkapitalisierungen erreicht. In den USA sind so genannte Stablecoins, die an den Dollar-Preis gekoppelt sind, in den letzten Monaten immer stärker ins Visier der Politik geraten. Nun hat der US-Senat bzw. Senator Sherrod Brown, Vorsitzender des Ausschusses für Bankwesen, Wohnungsbau und Stadtentwicklung des US-Senats, Briefe an die Unternehmen hinter den führenden Stablecoins ausgesendet.

Konkret geht es dem Bankenausschuss darum, zu erfahren, wie Stablecoins entstehen, verkauft und gehandelt werden und wie sie in Dollar gewechselt werden können. Eine zentrale Frage ist dabei auch, welche Gründe es geben könnte, warum der Kauf oder die Einlösung eines Stablecoins wie USDC gegen US-Dollar oder einen anderen digitalen Vermögenswert verhindert werden könnte. Dahinter steht die Frage, durch welche Werte Stablecoins gedeckt sind und ob sie überhaupt jederzeit auch genau dem Dollar-Wert entsprechen.

US-Regierung will Stablecoins nur mit Banklizenz erlauben

Ein Geflecht von Firmen

Der US-Senat hat konkret folgende Unternehmen angeschrieben: Coinbase, Gemini, Paxos, TrustToken, Binance.US, Centre, Circle und Tether. Dabei handelt es sich um die führenden Unternehmen in dem Bereich, die in unterschiedlichen Konstellationen hinter den Stablecoins USDT, USDC, PAX oder BUSD stehen (Trending Topics berichtete). Folgende Stablecoin-Projekte gibt es:

  • USDT = Tether
  • USDC = Centre, ein Joint Venture zwischen Coinbase und Circle
  • BUSD = Binance in Kooperation mit Paxos
  • GUSD = Gemini
  • TUSD = TrustToken
  • USDP = Paxos, kooperiert mit Facebook/Meta bei dem Stablecoin-Projekt Diem
  • TUSD = Terraform Labs aus Südkorea

Nach aktueller Lage sieht es in den USA derzeit so aus, dass Unternehmen künftig eine Banklizenz brauchen, um Stablecoins im Land anbieten zu dürfen. Die USA gehen damit einen etwas anderen Weg als andere Machtblöcke: Die EU und vor allem China wollen eigene Stablecoins, also Central Bank Digital Currencies (CBDCs) herausbringen und die Sache nicht Privatunternehmen überlassen. In der EU etwa ist durch die MiCA-Regulierung geplant, dass Stablecoins ab einer Marktkapitalisierung von nur 5 Millionen Euro eine Zulassung benötigen.

„Wir schätzen das Interesse der Gesetzgeber an der Funktion, dem Zweck und der Sicherheit aller Stablecoins im gesamten Ökosystem der Kryptowährungen. Wir waren und sind erfreut, mit politischen Entscheidungsträgern auf der ganzen Welt an diesen wichtigen Themen zu arbeiten“, heißt es in einem ersten Statement seitens Tether, dem Marktführer bei Stablecoins.

Stablecoins werden in der EU ab 5 Millionen Euro eine Zulassung brauchen

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