Mobilität

Volkswagen: Neues Wasserstoffauto soll mit einem Tank 2.000 Kilometer fahren

Volkswagen © Cesar Salazar on Unsplash
Volkswagen © Cesar Salazar on Unsplash

Elektroautos gelten für viele Hersteller als die einzig wahre Zukunft der Mobilität. Eine andere nachhaltige Alternative wären auch Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb. Der ehemalige VW-Chef Herbert Diess hat dieser Form von Antrieb noch im letzten Jahr eine klare Abfuhr verteilt (wir berichteten). Nun scheint Volkswagen jedoch in dieser Hinsicht eine Wende durchzuführen. Denn der Konzern arbeitet möglicherweise künftig an einer neuen Wasserstoff-Brennstoffzelle, die viel billiger sein soll als die aktuellen. Durch sie sollen Fahrzeuge mit einem einzigen Tank 2.000 Kilometer weit fahren können.

VW-Chef Herbert Diess über Wasserstoff, Atomstrom und das Geschäftsmodell der Zukunft

Volkswagen setzt neben E-Autos weiter auf Wasserstoff

Volkswagen hat laut Hydrogen Central in diesem Jahr ein Patent für die neue Wasserstoff-Brennstoffzelle angemeldet. Die Patentanmeldung, die zusammen mit dem deutschen Unternehmen Kraftwerk Tubes durchgeführt wurde, zeigt, dass VW neben E-Autos weiterhin auf diese Alternative setzt. Es gibt tatsächlich Vorteile bei Wasserstofffahrzeugen. Die Batterien von Elektroautos sind Stromspeicher, Wasserstoff-Brennstoffzellen hingegen sind in der Lage, ihren eigenen Strom zu erzeugen.

Um Strom zu erzeugen, benötigen die Wasserstoffautos einen Hochdrucktank, der den Wasserstoff gasförmig speichert. Wäre das Hydrogen flüssig, müsste er bei sehr niedrigen Temperaturen gelagert werden. Ebenfalls brauchen die Wasserstoffautos eine Brennstoffzelle, die das Hydrogen in Strom umwandelt. Der Unterschied bei der Volkswagen-Zelle gegenüber anderen Exemplaren soll die Elektrolytmembran sein, die für die Aufteilung des Wasserstoffs in ein Proton und ein Elektron verantwortlich ist. VW nutzt hier nach eigenen Angaben eine Keramikmembran anstelle der üblichen Kunststoffmembran.

Volkswagen steigt mit 20 Milliarden Euro in Batterieproduktion ein

Kraftwerk Tubes will Technologie bis 2026 etablieren

Diese Lösung soll die Herstellung wesentlich billiger machen als die von Polymer-Brennstoffzellen. Außerdem benötige die VW-Zelle kein teures Platin. Die neue keramische Membran müsse zudem nicht befeuchtet werden. Dadurch bestehe nicht mehr die Gefahr, dass sie im Winter einfriert, im Sommer austrocknet oder Schimmel ansetzt. Außerdem soll die Brennstoffzelle Wärme erzeugen, die sich sowohl als Ersatz für die Heizung als auch für die Klimaanlage des Autos nutzen lasse, was ebenfalls eine größere Energieeinsparung bedeuten würde.

Obwohl dieses Patent gemeinsam mit Volkswagen beantragt wurde, versichert Kraftwerk Tubes, dass es nicht exklusiv für eine Marke arbeitet: „Unabhängig vom Hersteller ist es unser Ziel, dass unsere Technologie bis 2026 in einem Serienfahrzeug zum Einsatz kommt. Wir sprechen von Serien von etwa 10.000 Fahrzeugen, verteilt auf mehrere Automobilhersteller“, heißt es von dem Unternehmen.

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