Ärger

Wegen Twitter-Investment: Sammelklage gegen Elon Musk angelaufen

Elon Musk. © Tesla Owners Club Belgium (Flickr, CC BY 2.0)
Elon Musk. © Tesla Owners Club Belgium (Flickr, CC BY 2.0)

Elon Musk dürfte Ärger erwarten: Ein Aktionär hat eine Sammelklage wegen angeblichen Wertpapierbetrugs gestartet. Die Anwaltskanzlei Block & Leviton LLP hat das bereits bestätigt: „Block & Leviton LLP hat eine Klage gegen Elon Musk wegen Verstößen gegen das Wertpapierrecht eingereicht“, heißt es auf der Homepage der Kanzlei. Musk soll sein Investment in Twitter (wir berichteten) nicht innerhalb der gesetzlichen Meldepflicht bekanntgegeben haben.

Anwaltskanzlei bestätigt Sammelklage

„Elon Musk, der Gründer von Tesla und Space-X und laut Forbes die reichste Person der Welt, begann im Januar 2022, Aktien von Twitter zu erwerben. Bis zum 14. März 2022 hatte Musk eine Beteiligung von mehr als 5 % an Twitter erworben, so dass er innerhalb von 10 Tagen, d. h. bis zum 24. März 2022, bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC) eine Schedule 13 einreichen musste“, heißt es von der Kanzlei.

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Und weiter: „Musk reichte die Schedule 13 nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist bei der SEC ein und sammelte stattdessen weiter Twitter-Aktien an, so dass er schließlich einen Anteil von 9,1 % an dem Unternehmen erwarb, bevor er schließlich am 4. April 2022 eine Schedule 13 einreichte. Zu dem Zeitpunkt, als Musk den vorgeschriebenen Schedule 13 einreichte und seine Beteiligung an Twitter offenlegte, stieg die Aktie des Unternehmens von einem Schlusskurs von 39,31 $ pro Aktie am 1. April 2022 auf 49,97 $ pro Aktie am 4. April 2022 – ein Anstieg von etwa 27 %“.

Suche nach Mitklägern läuft

Durch die verspätete Meldung des Investments habe der Tesla-Chef die Reaktion der Börse hinausgezögert und so den Aktienkurs niedriger gehalten – während er seinen Anteil aber (mehr oder weniger heimlich) weiter erhöhte. Bei Beteiligungen über fünf Prozent gelten besondere Vorschriften, deswegen wird das in der Klagschrift oben gesondert hervorgehoben. Die Frist zur Bekanntgabe beträgt in der Regel zehn Tage, die Musk eben verstreichen haben lassen soll. Erst am 4. April gab es dann eine Mitteilung. Bis dahin sollen, so der Vorwurf, andere Anleger benachteiligt gewesen sein.  Block & Leviton LLP sucht nun bis Mitte Juni nach Personen, die sich an der Sammelklage beteiligen wollen. Von Elon Musk gibt es noch keine Reaktion.

Elon Musk kauft in Milliarden-Deal 9,2 Prozent von Twitter

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