Geldentwertung

6,8%: Inflation in den USA erreicht höchsten Wert seit 39 Jahren

© Nik Shuliahin on Unsplash
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Es sind Zahlen, die Schlechtes befürchten lassen: Ausgehend natürlich von den USA schwappen gerade die Meldungen um den Globus, dass die Inflationsrate in den Vereinigten Staaten ihren höchsten Wert seit 1982 erreicht hat. Der Wert hat im November 6,8 Prozent erreicht, das ist noch einmal mehr als im Oktober. Damit ist die Inflationsrate auf einem Niveau angelangt, auf dem sie seit fast 40 Jahren nicht mehr war.

Das bedeutet, dass Konsumpreise im November im Schnitt 6,8 Prozent höher waren als im November 2020. Besonders betroffen sind die Preise von Lebensmitteln, Energie und Wohnen – also Dinge, die vor allem ärmere Bevölkerungsschichten besonders treffen.

Dieser neue Wert wird die US-Notenbank Federal Reserve, kurz Fed, zu schnellerem Eingreifen zwingen. Am kommenden Mittwoch, dem 15. Dezember, könnte die Fed bei einer Sitzung beschließen, dass die Wertpapierkäufe schneller herunterfahren werden könnten als bisher geplant. Im Oktober machten diese Käufe noch 120 Milliarden Dollar aus, im November wurde angekündigt, dass die Käufe um monatlich 15 Milliarden Dollar reduziert werden.

Nun wird erwartet, dass dieser Wert deutlicher hinunter gefahren wird. Als nächste Maßnahme gilt als wahrscheinlich, dass die Fed das Zinsniveau heben wird. Das gilt als wichtigster Hebel von Notenbanken zur Bekämpfung einer zu hohen Inflation. Bisher gab es noch die Meinung, dass die hohe Inflationsrate nur eine vorübergehende Folge der Corona-Krise, in der große frische Geldmenge in Umlauf gebracht wurden, sei. Nun spricht man bei der Fed nicht mehr von einem „vorübergehenden“ Phänomen.

Sinnbild der Inflation: 1-Dollar-Shop erhöht Preise auf 1,25 Dollar

Gefahr der Stagflation steigt

Auch in Europa ist mit einer verschärften Situation bei den Inflationsraten zu rechnen. Im November ist die Inflationsrate in Österreich mit 4,3 Prozent auf den höchsten Wert seit 29 Jahren geklettert, in der Eurozone liegt der Wert bereits 4,9 Prozent, in Deutschland stieg er im November auf 5,2 Prozent.

Gleichzeitig sehen Ökonomen das Problem einer so genannten Stagflation – also einer sehr seltenen Phase im Wirtschaftsgeschehen, wo eine stagnierende Wirtschaft (es gibt wieder Lockdowns, gebremste Lieferketten, mehr Arbeitslose, weniger Kaufkraft) auf eine steigende Geldentwertung trifft. Stockende Nachfrage trifft auf stockendes Angebot – eine unheimliche Mischung.

Für jene, die Investments in Krypto-Assets, Aktien, ETFs, Edelmetalle und Immobilien trommeln, sind die steigenden Inflationswerte natürlich Wasser auf den Mühlen. Wenn Geld entwertet wird, dann sind jene Anbieter:innen, die Alternativen zu Fiatgeld im Portfolio haben, meist sehr gefragt. So bleibt abzuwarten, wie sich die Kurse von Aktien und Krypto-Assets am Freitag an den Börsen in den USA entwickeln.

Delta-Virus nährt eine drohende Stagflation

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