Übernahme

Amazon steigt mit One Medical-Kauf ins Gesundheits-Business ein

© One Medical
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Es geht längst nicht mehr um den Online-Verkauf von Medikamenten, sondern um umfassende Gesundheitsdienstleistungen für eine immer älter werdende Gesellschaft: 3,49 Milliarden Dollar bezahlt der Online-Riese Amazon für den Einstieg in den Gesundheitsmarkt und kauft sich damit das Unternehmen One Medical zu.

In dem Deal wird das Unternehmen deutlich über Börsenkurs bewertet, und zwar mit 19 Dollar je Aktie. Vor der Ankündigung der Übernahme lag der Aktienkurs bei etwa 10 US-Dollar – ein deutliches Zeichen dafür, dass Amazon bereit war, deutlich über Börsenwert zu bezahlen.

One Medical hat sich zu einem der Marktführer in Sachen hybrider privater Gesundheitsdienstleistungen entwickelt. Neben den Online-Services (z.B. Video-Calls mit Ärzten) betreibt das Unternehmen eine Kette von Arztpraxen in mehr als einem Dutzend US-Städten, in denen die zahlenden Kund:innen vorbei kommen können. Generell ist es das Ziel, die teuren privaten Gesundheitsleistungen in den USA für viele Menschen leistbarer zu machen.

Amazons Ambitionen im Gesundheitssektor datieren schon aufs Jahr 2017/2018 zurück. Damals wurde Pillpack für 750 Millionen Dollar zugekauft, um sich als Online-Apotheke in den USA zu etablieren. Später wurde dann Amazon Care eingeführt, das virtuelle Arztbesuche ermöglichte und direkt mit One Medical konkurrierte.

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„Gesundheitswesen drastisch verbessern“

„Einen Termin buchen, wochen- oder sogar monatelang auf einen Termin warten, sich von der Arbeit freistellen lassen, zu einer Klinik fahren, einen Parkplatz finden, im Wartezimmer warten, dann in den Untersuchungsraum gehen, um ein paar Minuten mit dem Arzt zu verbringen, und dann noch einmal in die Apotheke gehen – wir sehen viele Möglichkeiten, sowohl die Qualität des Erlebnisses zu verbessern als auch den Menschen wertvolle Zeit zurückzugeben“, so Neil Lindsay, SVP von Amazon Health Services.

Und weiter: „Wir wollen eines der Unternehmen sein, das in den nächsten Jahren dazu beiträgt, die Erfahrung im Gesundheitswesen drastisch zu verbessern. Zusammen mit dem menschenzentrierten und technologiegestützten Ansatz von One Medical glauben wir, dass wir mehr Menschen dabei helfen können und werden, eine bessere Versorgung zu erhalten, wann und wie sie diese benötigen.“

One Medical ist nicht nur für Privatpersonen da, sondern zählt auch mehr als 8.000 Unternehmen zu ihren Kunden, die die Services als Mitarbeiter:innen-Benefits in Anspruch nehmen. Auch Google, Yelp, Instacart oder Airbnb zählen zu den Kunden.

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