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App Store: Neues Preismodell erlaubt Kosten von bis zu 10.000 Dollar

Apple: Neues Preismodell für App Store © Zhiyue on Unsplash
Apple: Neues Preismodell für App Store © Zhiyue on Unsplash

Apple hat seinem App Store laut heise ein neues Preismodell verpasst. Dadurch können Entwickler:innen Anwendungen zu flexibleren Preisen anbieten – das kann sie sowohl wesentlich billiger als auch deutlich teurer machen. Bereits ab 29 US-Cent lassen sich Apps und In-App-Angebote ab jetzt verkaufen. Doch Entwickler:innen können nun auch extrem hohe Kosten verrechnen: Die Höchstgebühren sind von „nur“ 1.200 Dollar auf satte 10.000 Dollar gewachsen. Die Euro-Preise sind nicht bekannt, doch es wird davon ausgegangen, dass sie deckungsgleich mit den Dollarpreisen sein werden.

App Store gibt mehr Spielraum bei Bepreisung

Die neue Regelung dürfte sehr im Sinne der Entwicker:innen sein. Bislang durften diese nämlich nur fixe Preisstufen nutzen. Nun haben sie deutlich mehr Mitbestimmungsrecht bei der Bepreisung. Bei App-Preisen ab 0,29 Dollar sind bis zur Grenze von 9,99 Dollar Abstufungen in 10-Cent-Schritten möglich – bislang war das nur in Dollar- oder Euroschritten der Fall. Zwischen zehn und 49,99 Dollar steigen die steigen die Abstufungen auf 50-Cent-Schritte, zwischen 50 und 199,99 US-Dollar auf Ein-Dollar-Schritte.

Ab 200 US-Dollar bis 499,99 US-Dollar können Entwickler:innen den Preis ihrer App in Fünf-Dollar-Schritten anheben, zwischen 500 und 999,99 US-Dollar sind es Zehn-Dollar-Schritte. Bis zum neuen Maximalpreis einer App lässt sich der Preis dann in 100-Dollar-Schritten anpassen. Neu ist auch die Möglichkeit, Apps in glatten Preisen anzubieten, also etwa ein Dollar oder fünf Dollar. Developer können ihre Anwendungen auch für Preise anbieten, die auf 90 oder 95 Cent enden, also etwa 1,95 US-Dollar.

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Höchstpreis von 10.000 Dollar etwas fragwürdig

Doch Unklarheit besteht noch bei der tatsächlichen Anwendung vom Höchstpreis von 10.000 Dollar. Aktuell ist nicht bekannt, wer diese hohen Summen für Apps, In-App-Käufe oder Abos verlangen könnte. Auch vergrößert sich die Gefahr, sich mit einem einzigen Klick stark zu verschulden. Apple hat bislang nicht mitgeteilt, ob es ab bestimmten Preisstufen besondere Kontrollmechanismen gibt, die den Kauf absichern.

Bei Einführung des App Store gab es schon in der Vergangenheit Apps, die die höchste Preisstufe Apples ausnutzten. Berühmt wurde etwa „I Am Rich“, ein Programm, das 1.000 Dollar kostete und User:innen als „reich“ kennzeichnen sollte. Immerhin sechs Verkäufe soll es anfangs gegeben haben. Mittlerweile ist es um Apples höchste Preisstufe allerdings ruhig geworden – sie wird nur von Spezialanwendungen verwendet.

Tesla sperrt Akku softwareseitig, verlangt 4.500 US-Dollar „Lösegeld“

Tesla und Co könnten höhere Bepreisung nutzen

Es ist möglich, dass sich Funktionen für teure „Hardware“ – etwa ein Elektroauto – per iPhone-App freischalten lassen. So wollte Tesla in diesem Jahr die volle Akku-Reichweite softwareseitig sperren und hinter einem „Lösegeld“ von 4.500 Dollar verstecken (wir berichteten). Daneben gibt es sicherlich Industrie- und Spezialanwendungen, die solche Preise aufrufen könnten. Doch hier stellt sich die Frage, ob das im Interesse der Developer liegt. Schließlich verlangt Apple auch in der höchsten Preisstufe seine übliche Provision von 30 Prozent.

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