Chip-Industrie

Apple investiert 30 Milliarden Dollar in US-Chip-Produktion bei Broadcom

Broadcom: Milliardendeal mit Apple © Broadcom
Broadcom: Milliardendeal mit Apple © Broadcom

Apple hat laut CNN einen Deal über 30 Milliarden Dollar mit Broadcom abgeschlossen, um Chips in den USA zu produzieren. Der Tech-Konzern treibt damit seine Strategie voran, die Herstellung kritischer Komponenten zu diversifizieren und die heimische Chip-Produktion zu stärken. Broadcom fertigt Wireless-Connectivity-Chips, die Geräte mit Wi-Fi, Mobilfunknetzen und Bluetooth verbinden.

Diese Chips unterscheiden sich von den hochbegehrten Speicher- und Storage-Chips, die durch den AI-Boom extrem teuer geworden sind und Apple bereits zu Preiserhöhungen gezwungen haben. Doch auch Zölle belasten Apple massiv. Sie kosten das Unternehmen Milliarden Dollar pro Quartal. Das Onshoring von Komponenten soll diese Kostenexplosion abfedern.

Apple will bei Chips unabhängiger werden

Apple verfolgt das Ziel, seine Supply Chain von taiwanesischen Chipherstellern unabhängiger zu machen. Auf diese ist der Konzern derzeit noch für die Prozessoren in iPhones, iPads und Mac-Computern angewiesen. Im vergangenen Monat hatte US-Präsident Trump bereits einen 9-Milliarden-Dollar-Deal verkündet, bei dem Apple Chips von Intel bezieht.

Die Vereinbarung mit Broadcom führt zur Produktion von 15 Millionen Chips in den USA und ermöglicht Broadcom eine Investition von 1,5 Milliarden Dollar in die Erweiterung und Modernisierung seiner Fertigungsanlagen in Fort Collins, Colorado. Der Deal ist Teil von Apples Zusage vom August, 600 Milliarden Dollar im Rahmen seines „American Manufacturing Program“ zu investieren. CEO Tim Cook erklärte: „Apple und Broadcom verbindet eine lange gemeinsame Geschichte, und diese neue Phase unserer Partnerschaft beschleunigt unser Engagement für amerikanische Fertigung und Innovation weiter.“

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Preiserhöhungen laut Tim Cook „unvermeidbar“

Cook hatte im Juni gegenüber dem Wall Street Journal erklärt, dass Preiserhöhungen „unvermeidbar“ seien, weil die Kosten für Speicher- und Storage-Chips durch den AI-Boom explodieren. „Wir tun unser Bestes, um die enormen Erhöhungen, die an uns weitergegeben werden, abzumildern, und wir haben versucht, unsere Kund:innen vor den Erhöhungen zu schützen, aber die Situation ist unhaltbar geworden“, sagte Cook der Zeitung.

Die Strategie zeigt, wie stark Tech-Konzerne unter dem Druck steigender Komponentenkosten und geopolitischer Unsicherheiten stehen. Apple setzt auf Onshoring und Diversifizierung, um langfristig Kontrolle über seine Supply Chain zurückzugewinnen. Doch das erfordert zumindest kurzfristig massive Investitionen.

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