Julian Assange

AssangeDAO sammelt 38 Millionen Dollar für Befreiung von WikiLeaks-Gründer ein

Wikileaks-Gründer Julian Assange. © Flickr/Cancillería del Ecuador (CC BY-SA 2.0)
Wikileaks-Gründer Julian Assange. © Flickr/Cancillería del Ecuador (CC BY-SA 2.0)

Seit dem Jahr 2010, als die Enthüllungsplattform WikiLeaks mit internationalen Medien geheime US-Dokumente veröffentlichte, die unter anderem Kriegsverbrechen von US-Soldaten im Irak und in Afghanistan belegten, droht Gründer Julian Assange immer wieder die Auslieferung in die USA. Dort droht ihm mittlerweile eine Haftstrafe von 175 Jahren, seit zwei Jahren befindet er sich außerdem im britischen Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh. Doch er hat immer noch viele Unterstützer:innen, unter anderem in der Kryptowelt. So hat eine dezentralisierte autonome Organisation namens AssangeDAO nun Ethereum-Spenden im Wert von 38 Millionen Dollar eingesammelt, die in seine Befreiung fließen sollen, berichtete Cointelegraph.

Julian Assange droht Auslieferung in USA

Zur Erinnerung: Assange war nach der Veröffentlichung der US-Dokumente, die Whistleblowerin Chelsea Manning bereitstellte, mit Spionagevorwürfen seitens der USA konfrontiert. Dazu kam ein internationaler Haftbefehl von Schweden wegen Vorwürfen der sexuellen Nötigung. Im Jahr 2012 fand Assange Asyl in der ecuadorianischen Botschaft in London, wo er sich sieben Jahre lang aufhielt. Dann folgte im Jahr 2019 die Verhaftung wegen Verstößen gegen Kautionsauflagen. Seitdem sitzt der Wikileaks-Gründer in Großbritannien im Gefängnis.

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Besonders problematisch für Assange: Eine Auslieferung in die USA wären immer noch möglich und könnte vom britischen Supreme Court entschieden werden. Im Dezember gab es ein Gerichtsurteil, das ein britisches Urteil, das die Auslieferung untersagte, aufhob. In den USA könnte eine lebenslängliche Haftstrafe auf den WikiLeaks-Gründer warten. Viele Unterstützer:innen sehen in der strafrechtlichen Verfolgung von Assange einen Angriff auf die Pressefreiheit und den Versuch, in Zukunft Whistleblower:innen einzuschüchtern. Dazu gehört auch AssangeDAO.

AssangeDAO-Spendenaktion war voller Erfolg

AssangeDAO hat sich im vergangenen Dezember formiert und bezeichnet sich als ein Kollektiv aus „Cypherpunks“. Die DAO will ETH im Gegenzug für sogenannte JUSTICE-Governance-Token aufbringen. Diese werden verwendet, um auf eine NFT-Kollektion namens „Censored“ des digitalen Künstlers Pak in Zusammenarbeit mit Julian Assange zu bieten. Der Erlös aus dem Verkauf geht an Assanges Verteidigungsfonds für „Anwaltskosten und Kampagnen, um das Bewusstsein für Julians Auslieferungsfall zu erhöhen.“

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Laut JuiceBox, der Community-Finanzierungsplattform, auf der die Kampagne läuft, gingen die ersten Spenden am 4. Februar ein. Mittlerweile hat AssangeDAO 12.569 ETH oder rund 38,8 Millionen Dollar zu aktuellen Preisen gesammelt. Laut dem AssangeDAO-Twitter-Feed ist es die größte JuiceBox-Ethereum-Spendenaktion in der Geschichte. Sie übertreffe selbst die von ConstitutionDAO, die im November Gelder für den Kauf einer Originalkopie der Verfassung der Vereinigten Staaten sammelte. Ob die Gelder Julian Assange wirklich vor der Auslieferung in den USA retten können, bleibt abzuwarten.

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