Projekt

Atmos: Villa am Wörthersee wird zu Resort für Heilung von Lungenkrankheiten

Villa Rainer: Bald Atmos-Selfness-Resort © Atmos
Villa Rainer: Bald Atmos-Selfness-Resort © Atmos

Am heutigen Mittwoch, dem 7. September, findet der Internationale Tag der sauberen Luft statt. Ziel dieses Tages ist es, mehr Bewusstsein für die Problematik der Luftverschmutzung zu schaffen. Schon lange dem Kampf gegen diese Verschmutzung gewidmet hat sich das Projekt Atmos. Ziel des Projektes ist es, an einer Meeresküste in Europa ein Dorf zu bauen, das Lungenkrankheiten mit messbar sauberer Luft und intelligent gelenkter Meeresluft lindern kann. Nun hat Initiator Chris Müller aber auch ein anderes Projekt gestartet: Die traditionsreiche Villa Rainer am Wörthersee soll zum ersten „Atmos-Selfness-Resort“ werden.

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„Medical-Wellness-Projekt“ für ganze Familie

Die Villa Rainer wurde von 1910 bis 1914 von Architekt Franz Baumgartner geplant und 1928 von der Familie Rainer gekauft. Aus einer Unterkunft für britische Besatzungstruppen wurde in der Nachkriegszeit eine Hotelpension. Seit 2015 betreibt die Immobiliengruppe Riedergarten das 4-Sterne-Hotel, drei Jahre später kaufte das Unternehmen das Areal. Nun will Riedergarten-Chef Herbert Waldner gemeinsam mit dem oberösterreichischen Unternehmer Chris Müller das Hotel neu gestalten.

Auf dem 13.000 Quadratmeter großen Bereich soll das Atmos-Selfness-Resort entstehen. „Es soll keine Rehaklinik und kein Kurbetrieb entstehen“, sagt Herbert Waldner. Stattdessen soll es sich um eine Mischung aus klassischem Hotelbetrieb und Atem-Therapiemöglichkeiten handeln. Das Atmos-Ressort soll ein „Medical-Wellness-Projekt“ für die ganze Familie sein, inklusive entsprechendem medizinischen Personal im Haus. Laut Waldner sind Lungenkrankheiten durch die Corona-Pandemie ein hochaktuelles Thema. Auch Waldner erwischte das Virus schwer, er leidet noch heute unter der Infektion. Darum hat er sich für die Kooperation mit Atmos entschieden.

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Atmos will Lungenkrankheit Mukoviszidose heilbar machen

Die Villa soll baulich unberührt bleiben. Der dahinterliegende Bettentrakt wird jedoch entfernt. Rund 100 Zimmer, ein 2.000 Quadratmeter großer Spa-Bereich und eine 4.000 Quadratmeter große Liegewiese sind geplant. „Es werden keine Zweitwohnsitze entstehen, sondern ein ganz normaler Hotelbetrieb“, so Waldner. Der Baustart soll im Herbst 2023 beginnen. Zunächst soll das Hotel nach der Fertigstellung acht bis zehn Monate geöffnet sein, um in weiterer Folge einen Ganzjahresbetrieb zu etablieren. Die derzeitige Belegschaft aus 35 Mitarbeiter:innen soll sich auf bis zu 100 erhöhen. Die Investitionskosten schätzt Waldner auf 50 bis 60 Millionen Euro.

Unter anderem hat Atmos bereits einen E-Scooter, der die Luftqualität misst, entwickelt. Chris Müller hegt eine große Leidenschaft für den Kampf gegen Luftverschmutzung. Das kommt nicht von ungefähr: Seine Tochter leidet an Mukoviszidose, einem seltenen Gendefekt, der eine schwere und derzeit noch nicht heilbare Lungenkrankheit auslöst. Saubere Atemluft kann hier allerdings Linderung bringen und so begann Müller, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Müller hat es sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden zehn Jahren die Erbkrankheit heilbar zu machen.

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