Vegan

BettaF!sh: Berliner Startup bringt vegane Thunfischalternative in Billa-Märkte

BettaF!sh Gründer:innen Jacob von Manteuffel und Deniz Ficicioglu. © Fabian Brennecke

2020 veröffentlichte die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) einen Fischereibericht. Laut diesem galten 2017 etwa 33 Prozent der kommerziell genutzten Bestände als überfischt. Zudem galten weitere 60 Prozent als „maximal wirtschaftlich befischt“. Besonders beliebt dabei: Thunfisch. So werden laut der FAO jedes Jahr rund sieben Millionen Tonnen Thunfisch gefangen, das entspricht acht Prozent der weltweit gehandelten Fische und Meeresfrüchte. 2018 wurde der Höchststand von 7,9 Millionen Tonnen gefangenem Thunfisch verzeichnet.

Die Lage ist dramatisch, weshalb die UN 2017 auch den 2. Mai auch zum Welttag des Thunfisches ausrief. Am häufigsten wird Thunfisch in Dosen konsumiert: auf Pizza, in Salaten oder etwa in Sandwiches. Das Berliner Food-Startup „BettaF!ish“ will eine Alternative zum tierischen Produkt anbieten.

Das Problem haben inzwischen auch einige Jungunternehmen erkannt und sich auf mögliche Lösungen spezialisiert. So auch das Berliner Startup BettaF!sh.

Thunfisch-Alternative aus Algen

Die Gründer:innen Deniz Ficicioglu und Jacob von Manteuffel des Startups setzen seit 2020 auf eine vegane Fischalternative aus Favabohnen und Meeresalgen. Aus den Bio-Algen und Bio-Bohnen will das Startup laut eigenen Aussagen „einen Bedarf an diesen einzigartigen Meeresfrüchten schaffen und langfristig eine nachhaltige sowie regenerative Alternative zur Fischerei aufbauen“. Die Meeresalgen kommen dabei ohne Ackerland und Süßwasser aus, sind dünger- und pestizidfrei und helfen darüber hinaus, das Gleichgewicht des Ökosystems wieder herzustellen.

Das im Jahr 2018 ebenfalls von Ficicioglu und Manteuffel gegründete Unternehmen Oceanfruit arbeitet dafür mit lokalen Algenfarmen in Norwegen und Irland zusammen und verarbeitet einen Teil der Algen zu Salaten. Ein weiterer Teil wird nun für die neuen Produkte von BettaF!sh verwendet.

In der Produktpalette von BettaF!sh finden sich momentan das „TU-NAH“-Sandwich und die „TU-NAH“-Pizza. „Thunfisch“-Cremes, Wraps und auch Thunfischalternativen in Dosen sollen schon bald folgen. „Unser langfristiges Ziel ist es, Fischer:innen von der Fischerei zur Algenkultivierung hinzubewegen“, sagt Co-Gründerin Deniz Ficicioglu. „Daher haben wir unseren Verarbeitungsprozess und unsere Produkte entwickelt.“

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BettaF!sh startet in Supermärkten

Einen Markterfolg konnte BettaF!sh bereits Ende 2021 in Deutschland verzeichnen, als ihre Sandwiches den Sprung in die Regale von Aldi schafften. Mittlerweile seien die Sandwiches in über 4.000 Märkten in Deutschland erhältlich, so die Gründer:innen. In Kooperation mit Aldi Nord und Süd launchte das Startup dann im Jänner 2022 die TU-NAH Pizza. Der BettaF!sh-Aufstrich wird bereits an Restaurants vertrieben.

Nun wendet sich das Jungunternehmen auch dem österreichischen Markt zu. Am 3. März 2022 expandiert BettaF!sh weiter nach Österreich und bietet seine Sandwiches in den Sorten „Classic“ und „Sweet Chili“ auch in Billa und BillaPlus-Filialen an. In wenigen Wochen soll die Pizza folgen, bald darauf soll auch der Aufstrich in die Regale kommen. Eine Expansion in die Schweiz und Dänemark ist ebenso geplant, so BettaF!sh.

 

Drei Sandwiches von BettaF!sh. © Meike Bergmann

Drei Sandwiches von BettaF!sh. © Meike Bergmann

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