FTX-Krise

Bitpanda: Wirtschaftsprüfer soll Krypto-Assets der Nutzer:innen bestätigen

Im Bitpanda-Büro. © Bitpanda
Im Bitpanda-Büro. © Bitpanda

Während Ermittlungsbehörden in den USA und den Bahamas nun am Aufdröseln sind, was bei FTX mit den Krypto-Assets der Kund:innen wirklich passiert ist und wie groß der Schaden ist, beeilen sich viele andere Krypto-Börsen um Transparenz. Denn FTX hat große Unsicherheit in den Markt gebracht, weil sich viele User fragen: Sind meine Bitcoins und Co. wirklich sicher bei den Exchanges gespeichert.

Auch Bitpanda aus Österreich ist um Transparenz bemüht. Das Unicorn-Unternehmen zählt eigenen Angaben nach mehr als 3,5 Millionen Kund:innen und betreibt mit Bitpanda Pro auch eine (eher kleinere) Exchange. In einer Aussendung an User heißt es nun: „Bitpanda verwaltet das Kundenvermögen als Treuhänder, der Kunde bleibt der wirtschaftliche Eigentümer. Es gibt eine klare, rechtsverbindliche Trennung zwischen unserem eigenen Vermögen und dem unserer Kund:innen. Wir können nicht mit dem Vermögen unserer Kunden spekulieren, selbst wenn wir es wollten.“

Bei FTX, seit vergangenem Freitag im Konkurs, kam es offenbar zu Folgendem: Die Krypto-Assets der User sollen im großen Stil an die Schwesterfirma Alameda Research von Sam Bankman-Fried gegeben worden sein, das damit dann hochriskante Trades machte. Es soll ein Finanzloch von vielen Milliarden Dollar geben, sowohl private als auch institutionelle Kund:innen sind betroffen.

FTX-Fiasko: Bitpanda und Co. versichern Usern, dass Krypto-Assets wirklich da sind

KPMG wird Cold Wallets bei Bitpanda prüfen

Dass man die Krypto-Assets der Nutzer:innen gar nicht verwenden könne, um damit etwas andere zu machen, und die Einlagen sicher wären, darauf wies man schon vergangene Woche hin (Trending Topics berichtete). Das dürfte aber einigen Nutzer:innen nicht genügt haben. Deswegen heißt es nun: „Wir haben jedoch Ihre Bedenken gehört und sind uns bewusst, dass angesichts der Entwicklungen um FTX unser Wort nur so viel wert ist wie Ihr Vertrauen in uns. Daher haben wir KPMG mit der Durchführung vereinbarter Verfahren beauftragt, um zu überprüfen, ob die Kundengelder durch die entsprechenden Krypto-Assets gedeckt sind, die in den Cold Wallets von Bitpanda gespeichert sind.“ Man werde demnächst neue Informationen geben können.

Bitpanda ist nur eine Reihe von mehreren Krypto-Börsen, die nun so genannte „Proof of Funds“ vorlegen wollen. Auch Binance, OKX, Crypto.com und KuCoin wollen durch Verfahren zeigen, dass die Krypto-Assets der Nutzer:innen wirklich in dezidierten Wallets liegen. Binance hat dazu bereits eine Liste an Wallet-Adressen veröffentlicht, via Blockchain-Explorer kann dort theoretisch jede:r selbst einsehen, wie viele und welche Krypto-Assets gespeichert sind. Außerdem kommen in der Branche bereits teilweise so genannte kryptografischen Merkle Trees zum Einsatz. Dabei werden die Daten von Nutzer:innen anonymisiert, aber Externe können dann Gesamtsalden der Kund:innen einer Krypto-Börse mit dem Gesamtvermögen der Börse zu vergleichen.

Bitpanda-CEO: „Der FTX-Kollaps wird für eine lange Zeit weh tun“

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