Analyse

Das sind die größten Startup-Mafias Europas

Mann im Dunkeln mit Hut. © Unsplash

Was ist neben großen Finanzierungsrunden, viel Umsatz und Gewinn noch eine wichtige Kennzahl für die Reputation eines Tech-Unternehmens? Die Zahl an Startups, die ehemalige Mitarbeiter:innen ins Leben gerufen haben. In einem neuen Report widmen sich der Silicon-Valley-VC Accel und die Daten-Plattform Dealroom diesem Geschehen in Europa und Israel und haben eine Liste an Tech-Unicorns erstellt, die die größten „Mafias“ erzeugt haben.

„Fast 1.500 Startups sind aus den Wurzeln von europäischen und israelischen Einhorn-Unternehmen entstanden, was einmal mehr beweist, dass sie weiterhin florierende Gründerfabriken sind. Diese Region bringt nicht nur Startups hervor; sie bringt auch erfahrene Gründer:innen hervor, die mit tiefgreifenden Branchenkenntnissen und – in der Umfeld die nötige Erfahrung, um dauerhafte und widerstandsfähige Unternehmen aufzubauen
die ein nachhaltiges Wachstum erzielen können“, heißt es in dem Report.

Wenn es um ein Unternehmen viele Gründungsaktivitäten von Ex-Mitarbeiter:innen gibt, dann wird das in der Branche gerne als „Mafia“ bezeichnet. Die bekannteste Startup-Mafia der Welt ist wohl jene von Paypal, zu der etwa Peter Thiel, Elon Musk, Jawed Karim (Youtube), Reid Hoffman (Linkedin), Max Levchin (Affirm) oder David Sacks gehören.

Spotify mit 41 Startup-Sprößlingen ist in Europa und Israel die größte Startup-Mafia, gefolgt von Delivery Hero und Zalando. Dahinter kommen eine Reihe von Fintechs wie Revolut, Klarna, N26 oder Wise. In der Liste finden sich auch zwei österreichische Unternehmen: Bitpanda hat mittlerweile 11 Startup-Ableger, GoStudent 2, und TTTech 4. In den Report wurden nur Unicorns berücksichtigt, was auch bedeutet, dass etwa Firmen wie Runtastic oder Speedinvest, die ebenfalls zahlreiche Neugründungen nach sich zogen, nicht vorkommen.

Der Skype-Effekt

„Wir betrachten ein Startup als Teil einer „Mafia“ oder Schneeballeffekt eines Unicorns, wenn ein Gründer eine Vollzeitstelle bei der Muttergesellschaft mehr als fünf Monate hatte. Das Enddatum der Erfahrung bei dem Unicorn sollte nicht mehr als sechs Jahre vor dem
Start des neuen technologieorientierten Unternehmens liegen. Die Liste schließt Agenturen, Beratungsunternehmen und Biotech-Unternehmen aus. Sie schließt auch Unternehmen aus, die von Personen gegründet wurden, die in den Betrieben der Gründer als Berater oder Interim-Manager arbeiteten oder beratende Funktionen innehatten“, heißt es in dem Report.

Welche wirtschaftlichen Effekte eine Startup-Mafia haben kann, zeigt das Beispiel Skype. Der VoIP-Service, der später von Microsoft aufgekauft wurde, hat seit der Gründung 2003 für eine wahre Welle an Neugründungen durch ehemalige Mitarbeiter:innen gesorgt. Dem „State of European Tech“-Report zufolge haben die Unternehmer:innen der ersten und zweiten Generation, die aus dem Skype-Alumni-Netzwerk hervorgegangen sind, mehr als 900 Unternehmen in 50 Ländern auf der ganzen Welt gegründet, mit mehr als 65.000 Mitarbeiter:innen. Skype wurde vom schwedischen Unternehmer Niklas Zennström und dem dänischen Unternehmer Janus Friis gegründet, heute bekannte Tech-Unternehmen wie Bolt oder Wise zählen zu der Skype-Mafia.

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