Hanfprodukte

Deep Nature Project: Insolvenzverfahren in Millionenhöhe bei Hanf-Firma

Deep Nature Project Gols. © Deep Nature Project
Deep Nature Project Gols. © Deep Nature Project

Die burgenländische Firma Deep Nature Project, Hersteller von „Bio-Hanf- und Vitalprodukten“ hat vor wenigen Tagen einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung gestellt. Die Passiva liegen bei zehn Millionen Euro, betroffen sind 40 Mitarbeiter:innen und 150 Gläubiger. Der Wert der Aktiva ist noch unklar.

Unternehmen soll weitergeführt werden

„Wir haben einen Sanierungsplan ausgearbeitet“, so Geschäftsführerin Andrea Bamacher, „und wollen das Unternehmen weiterführen“ auf der Homepage des Unternehmens. Gründe für die Pleite gebe es mehrere: Einerseits seien da Umsatzeinbrüche während der Covid-Pandemie, andererseits auch die „durch den Brexit verursachten Rückgänge am englischen Markt“. Bamacher: „Bis zum Ausbruch der Pandemie hat sich unsere Firma hervorragend entwickelt. Unser Konzept, nachhaltige und biologisch zertifizierte Produkte aus Nutzhanf herzustellen, war voll aufgegangen.“ „Trotz aller Anstrengungen“ habe man die „beträchtlichen Umsatzeinbrüche“ nicht kompensieren  können. „So schnell konnten wir gar nicht reagieren, sprich den Schalter von Expansion auf die zurückgehenden Umsätze umlegen. Ohne das Sanierungsverfahren sei die Fortführung des Unternehmens nicht möglich, ergänzt Bamacher. Aber: „Wir haben in den letzten Wochen mit allen Partnern die Sanierung ausführlich diskutiert und gemeinsam einen Weg zur Fortführung des Unternehmens gefunden.“

Starke Umsatzverluste

Die Zahlen aus den Jahren der Pandemie sprechen jedenfalls eine klare Sprache: „Deep Nature Project“ konnte im Jahr 2020 einen Umsatz in Höhe von 8,2 Millionen Euro erzielen, im Jahr 2021 sank er auf lediglich 5,7 Millionen Euro. Die Deep Nature Project erzielt laut dem AKV über 75 Prozent des Umsatzes im Ausland. Der Alpenländische Kreditorenverband ergänzt die Insolvenzursachen noch: „Der Expansionskurs des Unternehmens und die Vorlaufzeiten im Anschaffungsprozess haben zu einer Kapitalbindung geführt und die erforderlichen Kostensenkungen konnten nur mit zeitlichen Verzögerungen umgesetzt werden. Für das Jahr 2021 ergibt sich ein massiver Umsatzausfall, weshalb dem Unternehmen nunmehr die Zahlungsunfähigkeit droht.“ Noch unklar sei die Vermögenslage, die Gehälter seien aber immerhin bis einschließlich Ende Mai bezahlt worden.

Wirtschaftskrise: Das sind die größten Insolvenzen [KW 28]

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