Inflationsbekämpfung

Die jüngsten Zinserhöhungen drücken Krypto- und Aktienkurse hinunter

Anleger:innen in Aktien und Krypto-Assets haben derzeit keinen Spaß. Wie bereits mehrmals dieses Jahr passiert, drücken die Zinserhöhungen der Zentralbanken zum Jahresende noch einmal deutlich auf die Bremse. Die US-Notenbank Federal Reserve hat den US-Leitzins nun auf eine Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent erhöht – es ist die siebte Zinserhöhung in diesem Jahr, die die hohe Inflation in den Griff bekommen soll.

Auch diesseits des Großen Teichs wurde der Leitzins für den Euroraum noch einmal erhöht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins um 0,5 Prozent noch einmal angehoben, auf ein Niveau von 2,5 Prozent. Sowohl die Fed als auch die EZB haben im Dezember von einem größeren Sprung nach oben (zuletzt gab es jeweils 0,75 Prozentpunkte obendrauf) abgesehen, weil die Inflation diesseits und jenseits des Atlantiks auf hohem Niveau stagniert oder wieder leicht zurück gegangen ist.

Doch wie so oft drücken die Zinserhöhungen die Stimmung an den Märkten. „Derisking“ steht wieder im Vordergrund, also die Abkehr von Risiko-reichen Assets hin zu sicheren Häfen wie Gold oder US-Dollar. Die Folge: Wichtige Aktien-Indizes wie der Dow Jones, der S&P500, der Nasdaq100 sowie die führenden Krypto-Assets Bitcoin und Ethereum finden sich nun gegen Ende der Woche wieder deutlich im Sinkflug. Das sieht dann in den Kursentwicklungen so aus:

Wieder zeigt sich, dass Krypto-Assets wie BTC und ETH sehr ähnliche Entwicklungen hinlegen wie die US-Aktienindizes. Von einer Entkoppelung kann man also weiterhin nicht sprechen. Lediglich größere Ereignisse wie der FTX-Kollaps kann kurzfristig für eine Entkoppelung sorgen, doch generell sieht man, dass Kryptowährungen sehr stark an der Entwicklung der Welt- bzw. US-Wirtschaft hängen.

Das hat zur Folge, dass Bitcoin nach einigen Ausbrüchen nach oben am Freitag wieder auf etwa 16.000 Euro zurückfällt, während Ethereum zurück unter 1.200 Euro fällt. Jüngste Kursgewinne sind damit wieder weg. Nach dem FTX-Kollaps liegt der Krypto-Markt bei etwa 800 Milliarden Dollar.

Die unerfüllten Versprechen von Bitcoin

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