Finanzierung

Fretello: Linzer Gitarrenlern-Startup holt sich 3 Millionen Euro Investment ab

Florian Lettner & Wolfgang Damm (Fretello) und Michael Eisler (startup300). © Fretello
Florian Lettner & Wolfgang Damm (Fretello) und Michael Eisler (startup300). © Fretello

Länger ist es eher ruhig gewesen rund um die Linzer Gitarrenlern-App-Macher – aber jetzt melden sie sich mit einer großen Nachricht zurück. Denn Fretello der beiden Gründer Florian Lettner und Wolfgang Damm gibt heute bekannt, frische 3 Millionen Euro Investment aufzunehmen. Die neuen Investoren sind der finnische Venture Capital Fonds Sparkmind, der European Super Angels Club (ESAC), die Tractive-Mitgründer Michael Tschernuth und Michael Lettner sowie der OÖ HightechFonds.

Fretello hat sich im durchaus schwierigen Musikmarkt über die Jahre nach oben gearbeitet und Lizenz-Deals mit den Musik-Publishern Sony/ATV, EMI und Kobalt/AWAL geschlossen (Trending Topics berichtete). Nun will man über Musikgroßhändler wachsen – also die App mit verkauften Gitarren bündeln. Das frische Kapital soll vor allem genutzt werden, um die Reichweite des Lernangebots zu erweitern und Partnerschaften im globalen Musikhandel zu schließen, heißt es. „Die meisten wissen beim Kauf der ersten Gitarre noch nicht einmal, ob Gitarre das Richtige für sie ist, geschweige denn, wie sie das Instrument lernen möchten“, so Mitgründer Lettner. „Unser Ziel ist es, Musiker:innen ein Werkzeug zum Lernen zur Verfügung zu stellen, wenn sie zum ersten Mal eine Gitarre in der Hand haben.“

Fretello: Musik-Startup hat den nächsten Deal in der Tasche

„Wir haben schon ein paar Mal geschluckt“

Die Fretello-App bietet den Nutzer:innen einen interaktiven Lehrplan, um zu Songs aus den Katalogen von Sony oder Kobalt zu proben. Ein Algorithmus analysiert dabei, wie der Lernende die Saiten zupft und gibt Feedback, was man verbessern kann. Bisher sollen etwa 725.000 User die App ausprobiert haben. Die USA und Großbritannien sind dabei die wichtigsten Märkte. Bereits investiert waren bei Fretello der Runtastic-Co-Founder Alfred Luger, Pioneers Ventures II von startup300 sowie die Business Angels Christiane Holzinger, Chris Wildmoser, Hermann Futter und Klaus Dirnberger.

Dass Fretello eine harte Zeit hinter sich hat, kann man aus diesem Zitat herauslesen. „Es ist immer eine Achterbahnfahrt, auch wenn man, so wie Fretello, hervorragendes Wachstum und sehr gute Kennzahlen vorweisen kann“, sagt Florian Lettner, Mitgründer von Fretello. „Umso wichtiger ist es, verlässliche und erfahrene Business Angels an Bord zu haben, die einem den Rücken freihalten, wenn unerwartete Überraschungen auftauchen.“

Fretello: Jetzt holt sich das Linzer Musik-Startup 500.000 Euro bei Investoren

Konkret ging es laut Lettner um folgende Punkte: Das Fundraising wurde durch COVID erschwert, und vor allem verzögerten sich die Auszahlungen von Förderungen, mit denen in der Finanzplanung gerechnet wurde. „Da haben wir schon ein paar mal geschluckt“, so Lettner. Nichtsdestotrotz hätte man in der Corona-Pandemie gutes Wachstum hingelegt, wenn man auch mit frischem Kapital schneller hätte wachsen können.

Apple ist für das App-Startup dann auch zum einflussreichen Faktor geworden. Durch Privacy-Neuerungen bei iOS wurden App-Install-Ads weniger effizient, weswegen man nun die Nutzer-Akquisition auf andere Kanäle verlegen muss. Deswegen strebt man eben Partnerschaften mit Gitarrenhändler:innen an. „Es ist am besten, den User dort abzuholen, wo er das erste Mal mit der Gitarre in kontakt kommt“, sagt Lettner. Bedeutet in Zukunft also: Gitarren-Fachgeschäft statt Facebook-Werbung.

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