MINT-Branche

Inflation: Technik-Unis fordern 220 Millionen Euro zusätzlich

Hauptgebäude der TU Wien © TU Wien
Hauptgebäude der TU Wien © TU Wien

Die einbrechende Wirtschaftskrise, die hohe Inflation und drohende Rezession machen auch vor den Universitäten nicht Halt. Die drei Technik-Unis TU Wien, TU Graz und die Montanuniversität Leoben fordern deswegen zusätzliche Bundesbudgetmittel im Umfang von 220 Millionen Euro für die Jahre 2022 bis 2024. Ansonsten könne man die Leistungsvereinbarungen in Forschung und Lehre nicht erfüllen.

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„MINT-Branche in arger Bedrängnis“

„Wir sind mit einer Budgetnotlage in nie dagewesener Dimension konfrontiert. Wissenschafts- und das Finanzministerium sind dringend gefordert, die Verknüpfung von Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort im Blick zu halten. Denn die MINT-Branche ist sowohl auf universitärer als auch auf unternehmerischer Seite in arger Bedrängnis“, heißt es seitens der Rektor:innen der drei Unis.

Von 2022 bis 2024 stehen den TUs in Österreich insgesamt etwa 1,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Die geforderten 220 Millionen Euro würden einer Erhöhung des Budgets von etwa 13 Prozent entsprechen – doch deutlich über der Inflationsrate von aktuell etwa neun Prozent. Aktuell würden 660 hochqualifizierte Arbeitsplätze für Wissenschaftler:innen in Wien und der Steiermark ab sofort nicht nachbesetzt werden können – und das resultiere wiederum in weniger MINT-Abschlüssen.

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Forschung braucht stromintensive Rechner

Besonders betroffen sei aber die Forschung, weil diese auf stromintensiven Großrechnern aufbaue. „Dies kann die Schließung energieintensiver Labore ebenso notwendig machen wie die Einschränkung von Rechenkapazitäten“, heißt es in einer Stellungnahme. Auch bei Investitionen in moderne Geräte und in Kooperationen müsse man möglicherweise kürzen.

Den Bedarf von zusätzlichen 220 Millionen Euro hat das Economica-Institut für Wirtschaftsforschung in der Studie „Inflationswirkung auf die Technischen Universitäten Österreichs“ errechnet. In Richtung Finanzministerium lautet die Botschaft auch: Durch die Preissteigerungen würden die Technik-Unis zusätzliche Steuern und Abgaben in der Höhe von rund 121 Millionen Euro auslösen.

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