Investment

N26 darf nach Mega-Finanzierungsrunde nur bis zu 70.000 neue Kunden/Monat holen

Max Tayenthal und Valentin Stalf von N26. © N26
Max Tayenthal und Valentin Stalf von N26. © N26

Überraschung ist es keine, doch nun ist die offizielle Bestätigung da: Die in Berlin ansässige Challenger-Bank holt sich in einer neuerlichen Finanzierungsrunde 775 Millionen Euro (900 Mio. Dollar) und steigert die Bewertung auf knapp 8 Milliarden Euro (ca. 9 Mrd. Dollar). Das macht das Unternehmen der beiden österreichischen Gründer Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal zum zweit wertvollsten Scale-up aus Deutschland hinter Celonis und vor Personio.

N26 hält eigenen Angaben nun bei mehr als 7 Millionen Kund:innen aus 25 Ländern und will 2021 mehr als 80 Milliarden Euro Transaktionsvolumen abwickeln. Die Investoren, die die Bewertung zahlen, heißen Coatue, Third Point Ventures und Dragoneer. N26 ist damit nicht nur das wertvollste deutsche Fintech, sondern auch in einer Liga mit anderen europäischen Banken wie etwa Raiffeisen Bank International (RBI, 10 Mrd. Dollar) oder der Commerzbank (9 Mrd. Dollar). „Die Finanzierungsrunde zeigt, wie stark sich Retailbanking in den letzten Jahren verändert hat und bringt uns in eine ausgezeichnete Position, in den nächsten Jahren eine der größten Retailbanken Europas zu werden – komplett digital und ohne Filialen“, so Stalf in einer Aussendung.

Mit dem frischen Kapital sollen 1.000 weitere Mitarbeiter:innen zu den bestehenden 1.500 dazukommen, außerdem soll die digitale App um Funktionen ausgebaut werden – im Raum stehen etwa Krypto-Assets oder Investmentmöglichkeiten in Aktien und ETFs. Doch aufgrund einiger regulatorischer Probleme wird das Wachstum schaumgebremst sein müssen.

Schaumgebremstes Wachstum zu erwarten

„Um das zukünftige Wachstum mit entsprechend hohem N26 Standard und Qualität weiterhin fortzusetzen, hat sich N26 mit dem deutschen Regulator zudem darauf verständigt, über die nächsten Monate in Europa mit maximal 50.000 bis 70.000 Neukunden pro Monat zu wachsen“, heißt es aus Berlin. Man erwarte die Veröffentlichung einer entsprechenden Anordnung. Und weiter: „Aufgrund der europaweit hohen Nachfrage nach N26 Bankprodukten kann es deshalb in einigen europäischen Märkten zu einer zeitlich befristeten Warteliste für Neukunden kommen. Bestandskunden von N26 sind hiervon nicht betroffen.“

Aufs Jahr hochgerechnet könnte N26 in den nächsten 12 Monaten nur maximal 840.000 neue Kund:innen an Bord holen. Die Probleme hat sich N26 mit der deutschen Finanzaufsichtsbehörde Bafin eingehandelt. Diese hatte mangelnde Anti-Geldwäsche-Maßnahmen festgestellt und dem Unternehmen wie berichtet ein Bußgeld von 4,25 Millionen Euro aufgebrummt. Um darauf zu reagieren, hat N26 im Sommer diesen Jahres eine Reihe von neuen Managern an Bord geholt.

So wurden Thomas Grosse als Chief Risk Officer (CRO), Stephan Niermann als Group Money Laundering Reporting Officer (MLRO), Volker Vonhoff als Director of Group Risk sowie Jan Kemper als neuer Chief Financial Officer (CFO) eingesetzt. Außerdem wurde das Personal in den Abteilungen zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (AFC) verdoppelt.

N26 zahlt 4,25 Millionen Euro Bußgeld wegen Mängel bei Anti-Geldwäsche

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