Umfrage

Österreicher:innen investieren lieber in Krypto (14%) als in ETFs (11%)

Bitcoin und Co. © Unsplash
Bitcoin und Co. © Unsplash

Dass die Österreicher:innen eher Börsen-faul sind, ist kein Geheimnis, und das traditionelle Sparformen überwiegen, ebenso nicht. Überraschend ist dann aber doch, dass hierzulande lieber in Krypto-Assets wie Bitcoin investiert wird als in Exchange Traded Funds (ETFs) und andere passiv verwaltete Investment-Fonds.

Das geht aus einer EY-Umfrage unter 1.500 Konsument:innen ab 18 Jahren hervor, die im Mai 2022 von einem Marktforschungsinstitut durchgeführt wurde – also in einem Monat, als der große Krypto-Crash bereits deutlich am Markt zu spüren war. Allerdings ist auch festzuhalten, dass es schon mal mehr Krypto-Anleger:innen in Österreich gab. Fast jede:r fünfte Befragte (19 %) hat schon einmal in Kryptowährungen investiert, aktuell sind 14 Prozent in Besitz von Bitcoins & Co, heißt es seitens EY Österreich.

Generell dominiert das Sparbuch. „Die Hälfte (52 %) hat aktuell ein Sparbuch, das damit nach wie vor die beliebteste Anlageform in Österreich ist. Auf Rang zwei folgen Aktien und Anleihen, in die rund jeder Vierte investiert (24 %), gefolgt von Immobilien bzw. Grundstücken (17 %) und Edelmetallen (16 %). Kryptowährungen ist unter den Anlageformen die beliebteste modernere Investitionsform – rund 14 Prozent haben in Bitcoins & Co investiert. Das sind mehr, als derzeit in passiv verwaltete Investmentfonds wie beispielsweise ETFs investiert haben (11 %). Rund ein Fünftel (22 %) investiert aktuell gar nicht“, so die Studie.

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NFTs werden als Glücksspiel wahrgenommen

Lieber im Krypto-Casino zocken als in langfristige ETF-Sparpläne zu investieren ist aber gefährlich. „Das ist schon bemerkenswert, weil passiv verwaltete Fonds gerade für Laien eine praktische Investitionsform darstellen. Grundsätzlich muss man bei dem Hype schon sagen: Kryptowährungen sind gekommen, um zu bleiben – sie sind aber definitiv auch eine sehr volatile Anlageform, die starken Kursschwankungen unterliegt. Das können wir auch jetzt gerade beobachten“, so Gunther Reimoser, Country Managing Partner von EY Österreich.

Und weiter: „Gefährlich ist das hohe Interesse deshalb, weil bei fast jedem Siebten Kryptowährungen aktuell über 50 Prozent der Gesamtinvestitionen ausmachen. Viele setzen alles auf eine Karte – oder besser gesagt eine Wallet. Bei Investitionen ist diese Vorgehensweise generell nicht ratsam, ein hoher Diversifizierungsgrad erhöht die Sicherheit.“

Deutlich weniger als Bitcoin und Co durchgesetzt haben sich NFTs, der Hype gerade wieder stark verebbt ist. Laut EY-Umfrage werden NFT aktuell vorrangig als Glücksspiel angesehen (23 %), 18 Prozent meinen, es ist ein Sammlerobjekt, nur 14 Prozent sehen es tatsächlich als Investitionsobjekt.

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