Launch

„Schweiz der AI“: OpenClaw-Stiftung startet mit OpenAI, Microsoft, Nvidia und Tencent als Sponsoren

The Team of the OpenClaw Foundation. © OpenClaw
The Team of the OpenClaw Foundation. © OpenClaw

„OpenAI hat mich angeheuert, nicht OpenClaw. Die OpenClaw Foundation ist unabhängig, mit Sponsoren statt Eigentümern – und, zum ersten Mal, mit einem Vollzeit-Team, das die Claw am Leben und stabil hält.“ Mit diesen Worten hat der österreichische Unternehmer Peter Steinberger heute den offizellen Start der lange angekündigten OpenClaw-Stiftung für sein Open-Source-Projekt verkündet.

Vor sechs Monaten sei OpenClaw eine einzelne „Claw“ und ein Discord-Server bei Gründer Peter Steinberger in Österreich gewesen – ein Wochenendprojekt, das entstand, weil es ihn nach eigener Aussage ärgerte, dass es so etwas noch nicht gab. Nach Angaben der Organisation werden inzwischen wöchentlich 4,5 Millionen neue Claws erzeugt; das zugehörige Repository sei das am schnellsten wachsende in der Geschichte von GitHub.

Rechtsform und Ziele

Die OpenClaw Foundation ist als 501(c)(3)-Non-Profit-Organisation nach US-Recht organisiert und richtet sich nach eigener Darstellung an eine globale Community. Die Struktur solle abbilden, was das Projekt bislang gewesen sei: offen, unabhängig und Community-getrieben. Als Vorbilder nennt die Stiftung etablierte Open-Source-Projekte wie Linux, Apache und Mozilla, hinter denen jeweils ein neutraler Träger stehe. Ziel sei es, OpenClaw MIT-lizenziert, offen und unabhängig zu halten.

Gründer Peter Steinberger trifft laut Mitteilung weiterhin die Entscheidungen, insbesondere die technischen. Steinberger ist Anfang des Jahres bei OpenAI eingestiegen; OpenClaw betreue er weiter als offenes und unabhängiges Projekt, und OpenAI habe sich verpflichtet, dies so zu belassen. Die Stiftung sieht ihre Aufgabe in Governance, Finanzierung und der Bezahlung der Mitarbeitenden.

„Schweiz der AI“

Als längerfristiges Ziel formuliert die Stiftung, OpenClaw solle zur „Schweiz der AI“ werden – ein neutraler Boden, auf dem sich unterschiedliche Modelle und Labore einklinken und im Zeitalter der Agenten gemeinsam an Standards arbeiten könnten. Entsprechende Arbeit laufe bereits in von der Stiftung einberufenen Councils zu Agent-Identität, Agent-Profilen, Evaluierung und Enterprise-Deployment.

Erstmals hat OpenClaw ein festangestelltes Team aufgebaut, das weiter wachsen soll. Es setzt sich laut Stiftung aus Open-Source-Maintainern der weltweiten Community zusammen. Im Bereich Engineering arbeiten Vincent Koc (Chief Architect), Josh Avant, Patrick Erichsen, Dallin Romney, Jason Sy und Gideon Adegbesan. Im operativen Bereich verantworten Jen Vescio Partnerschaften, Matt Jasie die Finanzen, Hannes Rudolph die Community und Kelly Pike das Recruiting. Ergänzt wird das Team durch freiwillige Maintainer und Beitragende.

OpenAI, NVIDIA, Microsoft und Tencent als Sponsoren

Die Stiftung nennt zahlreiche Partner aus der Technologiebranche und dem Hochschulbereich.

OpenAI unterstützt nach eigenen Angaben die Inferenz, hat mit „Codex Security“ zur Absicherung der Plattform beigetragen und mit „Claw Labs“ ein von Steinberger geleitetes internes Team eingerichtet. Als Spender habe sich OpenAI verpflichtet, die Arbeit der Stiftung zu unterstützen.

NVIDIA stellte auf der Entwicklerkonferenz GTC „NemoClaw“ vor, mit dem sich OpenClaw samt offener Nemotron-Modelle und der OpenShell-Laufzeitumgebung per Befehl installieren lässt, um eine private Claw auf eigener Hardware zu betreiben. Unternehmen wie Cadence, Siemens, Synopsys und Dassault Systèmes setzten die Technologie bereits ein. NVIDIA-Chef Jensen Huang erklärte auf der GTC: „Jedes Unternehmen der Welt braucht heute eine OpenClaw-Strategie.“

Microsoft kündigte auf der Build-Konferenz „Microsoft Scout“ an – dauerhaft aktive Agenten mit eigener Identität, die auf quelloffener OpenClaw-Technologie basieren. Microsoft-Chef Satya Nadella bezeichnete das Produkt als erstes einer Reihe „Enterprise-Grade Claws“. Microsoft trage direkt zum Upstream-Projekt bei.

Die University of Michigan wurde nach Angaben der Stiftung zum größten Spender und gründete das „Institute for Agentic Computing“ als akademische Anlaufstelle für Forschung und Entwicklung rund um agentische KI, unter anderem mit Bezug zur staatlichen „Genesis Mission“.

Weitere Partner sind das chinesische Tencent (Maintainer für Sicherheit, Stabilität und ClawHub), Atlassian und andere Enterprise-Partner (Deployment, Auditierbarkeit, Identität) sowie Blacksmith, Vercel, Cloudflare, Convex und GitHub für Test- und Infrastruktur-Kapazitäten. Insgesamt arbeite die Stiftung täglich mit mehr als 30 Organisationen aus KI-Laboren, Cloud-Anbietern und Plattformen zusammen. Zu den Großspendern zählt die Stiftung neben der University of Michigan und OpenAI auch Offline Holdings und die Lobster Computer Company.

Ökosystem und Community

Rund um OpenClaw ist nach Darstellung der Stiftung ein Ökosystem aus Werkzeugen wie ClawSweeper, Crabbox und Crabfleet entstanden; die Plattform ClawHub dient dem Teilen von Agenten-Skills. Die Veranstaltungsreihe ClawCon zählte den Angaben zufolge in fünf Monaten 34 Events in 16 Ländern mit knapp 30.000 Anmeldungen. Das nächste Event ist für den 11. August in Seattle geplant.

Die Stiftung erklärt, viele Nutzerinnen und Nutzer schrieben mit OpenClaw erstmals eigene Software, ohne zuvor programmiert zu haben. Man wolle weiterhin regelmäßig neue Funktionen ausliefern.

Rank My Startup: Erobere die Liga der Top Founder!
Werbung
Werbung

Specials unserer Partner

Die besten Artikel in unserem Netzwerk

Deep Dives

Wasner + Steinschaden | Der KI Podcast

News, Modelle, Strategien
© Wiener Börse

IPO Spotlight

powered by Wiener Börse

RankMyStartup.com

Steig' in die Liga der Top Founder auf!
#glaubandich CHALLENGE Hochformat.

#glaubandich CHALLENGE 2026

Österreichs größter Startup-Wettbewerb - Top-Investoren mit an Bord

2 Minuten 2 Millionen | Staffel 13

Alle Startups | Alle Deals | Alle Hintergründe

Future{hacks}

Zwischen Hype und Realität

Trending Topics Tech Talk

Der Podcast mit smarten Köpfen für smarte Köpfe

Weiterlesen