Investitionen

PayPal soll 70 Prozent aller neuen Bitcoins aufkaufen

© PayPal
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Du hast sicher schon gehört, dass hinter dem neuen, zweiten Bitcoin-Hype institutionelle Investoren stecken sollen – also große Unternehmen, die große Beträge in das digitale Gold stecken sollen. Der größte Name bisher ist PayPal. Vor einigen Wochen hat der börsennotierte Payment-Riese verkündet, dass seine Nutzer nun direkt in bei dem Bezahl-Dienst Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Litecoin (LTC) und Bitcoin Cash (BHC) kaufen können – zuerst in den USA, nächstes Jahr auch weltweit.

Nun wird auch klar, in welchen Mengen PayPal Bitcoin und CO zukauft, um die Coins und Token dann (zuerst gebührenfrei, später gegen Gebühren) an die eigenen Kundschaft weiter zu verkaufen. Pantera Capital zufolge soll PayPal etwa 70 Prozent aller Bitcoins, die durch Mining neu in den Markt kommen, aufkaufen. Das führt zusätzlich zu Knappheit am Markt. Denn seit dem Halving im Mai 2020 werden fallen pro Block nur mehr 6,25 BTC für die Miner ab (zuvor 12,5 BTC). Das sorgt derzeit im Krisen- und US-Wahl-Jahr 2020 für eine künstliche Verknappung der verfügbaren Menge neuer Bitcoins (sehr viel wird ja gehodelt und ist gar nicht in Umlauf) bei steigender Nachfrage.

2 Schwergewichte im Payment-Bereich

Seit nun das Schwergewicht PayPal Ende Oktober seine Ambitionen am Krypto-Markt klargemacht hat, sind die Kurse von Kryptowährungen noch einmal gewachsen. Um die Nachfrage zu bedienen, muss PayPal viele BTC zukaufen – und macht das über einen Partner, die US-Firma Paxos. Paxos wiederum betreibt die kleine, eher unbekannte Exchange itBit für den Handel von digitalen Assets. „Als PayPal in den Markt eintrat, begann das Volumen zu explodieren. Der Anstieg des itBit-Volumens bedeutet, dass PayPal innerhalb von vier Wochen nach der Inbetriebnahme bereits fast 70 % des neuen Angebots an Bitcoins kauft“, heißt es seitens Pantera Capital.

PayPal kommt zu einer anderen Firma dazu, die ebenfalls sehr aggressiv in den Markt eingestiegen ist: der Payment-Dienst Square von Twitter-Mitgründer Jack Dorsey. Square betreibt die Cash App, über die Nutzer in den USA Bitcoin kaufen können. Und laut Pantera Capital kauft Square für dieses Angebot etwa 40 Prozent aller neu erzeugten BTC vom Markt auf, um die Nachfrage seiner Kunden zu bedienen. Bedeutet unterm Strich: Zwei US-Firmen kaufen sämtliche neuen Bitcoins am Markt auf – und das erzeugt zusätzlich zum Halving noch einmal mehr Engpässe.

Dieses Jahr rüsten sich also Payment-Firmen mit Kryptowährungen aus – das wird ein interessantes Jahr 2021. Denn dann will es PayPal seinen Nutzern erlauben, mit dem Krypto-Assets in Online-Shops zu bezahlen. Die Händler sollen dabei mit dem Coins und Token aber nicht in Berührung kommen, sondern werden in FIat (US-Dollar, Euro, etc.) ausbezahlt – und Bitcoin und Co. wandert zurück zu PayPal, das sie wieder verkaufen kann. Ein interessanter Kreislauf, der da beginnt.

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