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Personio: Münchner HR-Scale-up erreicht Bewertung von 5,45 Milliarden Euro

© Personio
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Sie verkaufen ihre Cloud-Software als HR-Betriebssystem an andere Unternehmen – und das sehr erfolgreich: Das Münchner Scale-up Personio ist bereits Anfang 2021 zum Unicorn aufgestiegen und legt jetzt noch einmal nach. Mit einer Bewertung von 5,45 Milliarden Euro (6,3 Mrd. Dollar) ist es nun das zweit wertvollste deutsche Unicorn hinter Celonis. Zumindest vorläufig. Denn bald ist zu erwarten, dass die neue Finanzierungsrunde von N26 offiziell bestätigt wird, die das Berliner Fintech in der Gegend von 8 Milliarden Euro einstufen wird.

Aber zurück zu Personio. Die Münchner Firma von Gründer Hanno Renner schaffte es im Jänner wie berichtet auf 1,7 Milliarden Dollar und hat diese Bewertung innerhalb von zehn Monaten auf 6,3 Milliarden Dollar um den Faktor 3,7 vergrößert. Die Investoren, die diese Bewertung zahlen, heißen Greenoaks Capital Partners, Altimeter Capital, Alkeon, Index Ventures, Accel, Meritech, Lightspeed, Northzone und Global Founders Capital. Gemeinsam lassen sie etwa 234 Mio. Euro springen (270 Mio. Dollar).

KMU als Zielgruppe

Was Personios Geschäftsmodell offenbar so attraktiv macht, ist die Digitalisierung der Personalabteilung. Von der Stellenausschreibung über die Zeiterfassung und Krankenstand bis hin zur Lohnverrechnung finden Unternehmenskunden quasi alle Bausteine, die man zur Verwaltung der Belegschaft so braucht. Vor allem KMU in Europa, die irgendwo zwischen 10 und 2.000 Mitarbeitern liegen, verwenden die Cloud-Lösung gerne. Rund 5.000 Kunden zählt Personio derzeit zwischen 100 und mehreren tausend Euro pro Monat für die Nutzung. In Europa gibt es 1,7 Millionen KMU in der Größenordnung, die Personio anspricht, dementsprechend groß ist der Markt für die Münchner.

Personio: Münchner HR-Startup steigt zum Einhorn auf

Software, die Arbeit strukturiert

Renner denkt aber mittlerweile über HR-Software hinaus. Wenn die Mitarbeiter schon die Lösung verwenden, warum sollte man nur an Personalangelegenheiten denken, und nicht auch an Dinge wie den generellen Workflow? So könnte eine Krankmeldung etwa Termine automatisch im Kalender absagen und den Workflow im Task-Management eines Teams adaptieren. Letztendlich haben auch Beförderungen oder Kündigungen weitreichende Auswirkungen auf ein Unternehmen, und die Personio-Software könnte dabei helfen, das zu optimieren.

Renner hatte das Unternehmen 2015 gemeinsam mit Roman Schumacher, Ignaz Forstmeier und Arseniy Vershinin gegründet und beschäftigt mittlerweile rund 1.000 Mitarbeiter. 2022 ist geplant, die Umsatzschwelle von 100 Millionen Euro zu erreichen.

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