Forderung

Russland: Zentralbank will Verbot von Krypto-Mining und -Handel

Zentralbank von Russland © Bank Rossii
The Central Bank of Russia © Bank Rossii

Erst im vergangenen Jahr hat China mit mehreren massiven Krypto-Crackdowns die Welt der digitalen Währungen auf den Kopf gestellt. Nun könnte es im neuen Jahr eine ähnliche Entwicklung geben, diesmal in Russland. Denn die russische Zentralbank Bank Rossii hat laut Cointelegraph am Donnerstag in einem Bericht ein generelles Verbot des inländischen Handels mit Kryptowährungen und des Minings gefordert. Das Kreditinstitut sieht in Kryptowährungen nämlich ein Schneeballsystem.

„Hohes Risiko für die Finanzstabilität“

Kryptowährungen sind laut dem Bericht der Zentralbank von Natur aus sehr volatil und dienen häufig als Instrument für illegale Aktivitäten. Es wird auch davor gewarnt, dass Kryptowährungen ein Risiko für die finanzielle Souveränität darstellen und Menschen dabei helfen könnten, Geld aus der Volkswirtschaft abzuziehen. „Potenzielle Risiken für die Finanzstabilität, die mit Kryptowährungen verbunden sind, sind für Schwellenländer, einschließlich Russland, viel höher“, heißt es von dem Kreditinstitut.

Chinas neuerlicher Crypto-Crackdown mit ersten Folgen für Exchanges

Die russische Zentralbank fordert mit diesen Argumenten ein vollständiges Verbot von außerbörslichen Handelsplätzen, Krypto-Börsen und Peer-to-Peer-Börsen. Ebenfalls vorgeschlagen hat sie eine Verschärfung des Krypto-Zahlungsverbots und die Einführung strenger Strafen bei Verstößen. Außerdem solle es einen vollständigen Bann des Krypto-Minings im Land geben, da Mining-Aktivitäten neue Angebote schaffen, die zu einer Nachfrage nach anderen Krypto-Dienstleistungen wie Börsen führen. Krypto-Mining könne außerdem die bestehende Agenda für grüne Energie untergraben und auch die Energieversorgung Russlands stören.

Russland ist drittgrößter Bitcoin-Mining-Hub

„Krypto-Mining erzeugt einen unproduktiven Stromverbrauch, der die Energieversorgung von Wohngebäuden, sozialer Infrastruktur und Industrieobjekten sowie die Umweltagenda der Russischen Föderation untergräbt“, so der Bericht. Sollte das Verbot tatsächlich eintreffen, würde das gravierende Auswirkungen auf die Kryptolandschaft haben. Denn nach dem China-Crackdown wurde Russland im vergangenen Jahr zum weltweit drittgrößten Bitcoin-Mining-Hub. Auf Platz Eins liegen übrigens die USA, an zweiter Stelle Kasachstan (Trending Topics berichtete).

China gibt Rang als führende Bitcoin-Mining-Nation an die USA ab

Einem Bericht von Bloomberg zufolge hat der Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB) das Verbot maßgeblich vorangetrieben. Der Geheimdienst habe die Gouverneurin der Zentralbank, Elvira Nabiullina, dazu gebracht, einen harten Kurs zu verfolgen. Der Bericht der Zentralbank ist nun vor allem als Einladung zur öffentlichen Diskussion gedacht. Die Frist für Kommentare und Vorschläge von interessierten Parteien läuft mit 1. März 2022 ab.

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