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SpaceX-Aktie fällt den dritten Tag in Folge – Konzern will schon wieder Geld einsammeln

© SpaceX

Nach dem fulminanten Börsendebüt kommt die SpaceX-Aktie zurück auf den Boden: Das Papier des Raumfahrtkonzerns von Elon Musk gab am Montag den dritten Handelstag in Folge nach. Kurz nach Handelsbeginn lag der Kurs mehr als 5 Prozent im Minus, ein Rückgang um rund 10 Dollar auf etwa 175 Dollar je Aktie. Bereits in der Vorwoche hatte das Papier am Mittwoch und Donnerstag zusammengenommen mehr als 8 Prozent verloren.

SpaceX hat im Ranking der wertvollsten Unternehmen deutlich an Boden verloren, und ist „nur“ mehr auf Platz 7 hinter TSMC und Amazon. Immerhin hat das Raumfahrtunternehmen mit KI-Kern immer noch stattliche 2,2 Billionen Dollar auf der Waage vorzuweisen:

Mehrere hundert Milliarden Dollar seit dem Hoch verdampft

Der Rücksetzer folgt auf eine außergewöhnliche Rally, die SpaceX in der Vorwoche kurzzeitig auf eine Bewertung von fast 3 Billionen Dollar getrieben hatte. Auf diesem Höchststand zog der Konzern an Amazon und Microsoft vorbei und war zwischenzeitlich das viertwertvollste Unternehmen der Welt. Zum Handelsschluss am Donnerstag lag die Marktkapitalisierung bereits wieder bei 2,4 Billionen Dollar – allein gegenüber dem Allzeithoch sind das mehrere hundert Milliarden Dollar weniger. Mit dem erneuten Minus am Montag setzt sich die Korrektur fort.

Trotz des jüngsten Rückgangs notiert die Aktie weiterhin deutlich über ihrem Ausgabepreis: Gemessen am IPO-Preis von 135 Dollar liegt das Papier noch immer rund 30 Prozent im Plus.

Beim Börsengang am 19. Juni – dem größten IPO der Geschichte – war die Aktie am ersten Handelstag um 19 Prozent gestiegen. Musk wurde damit zum ersten Billionär. Schon im Vorfeld hatten einzelne Analysten die hohe Bewertung infrage gestellt. Für das Jahr 2025 weist SpaceX einen Verlust von 4,9 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar aus.

Frisches Kapital über den Anleihemarkt

Unmittelbar nach dem Rekord-Börsengang will SpaceX bereits weiteres Kapital aufnehmen – diesmal über den Fremdkapitalmarkt. In einer Pflichtmitteilung vom Montag teilte das Unternehmen mit, vorrangige unbesicherte Anleihen („senior unsecured notes“) an qualifizierte institutionelle Investoren ausgeben zu wollen. Zuvor hatten Moody’s, Fitch und S&P Global dem Konzern Investment-Grade-Ratings zuerkannt.

Zur genauen Höhe und zu den Konditionen der Emission machte SpaceX keine Angaben. Der Erlös solle aber dazu beitragen, einen Brückenkredit über 20 Milliarden Dollar abzulösen, der den Großteil der Verbindlichkeiten von insgesamt rund 29 Milliarden Dollar ausmacht. Der im September 2027 fällige Kredit war genutzt worden, um Schulden von xAI zu tilgen – dem KI-Start-up Musks, das SpaceX im Februar übernommen hatte. Weitere langfristige Verbindlichkeiten stehen laut IPO-Unterlagen im Zusammenhang mit KI-Infrastruktur.

Beim Börsengang vor wenigen Tagen hatte SpaceX 85,7 Milliarden Dollar erlöst – mehr als bei jeder anderen Emission zuvor. Zum 19. Juni verfügte der Konzern nach eigenen Angaben über 100,8 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln. Ein Großteil davon ist für kapitalintensive Vorhaben vorgesehen, darunter Rechenzentren im Weltraum, die Entwicklung der Großrakete Starship sowie der Aufbau der Chipfertigung „Terafab“ in Texas. Analysten von Oppenheimer erwarten, dass SpaceX zusätzliches Kapital vorrangig über Schulden aufnehmen wird – nach dem Vorbild von Tesla.

Analysten uneins über die Bewertung

Die Einschätzungen der Analysten fallen gemischt aus. KeyBanc startete die Bewertung der Aktie am Montag mit „Sector Weight“ und argumentierte, der Kurs preise das Wachstumspotenzial bereits weitgehend ein. SpaceX verfüge zwar über „erhebliche disruptive Wachstumschancen“, diese seien aber in der aktuellen Bewertung schon abgebildet. Gemessen an den Modellen von KeyBanc werde die Aktie mit etwa dem 29-Fachen des für 2027 geschätzten Umsatzes und rund dem 71-Fachen des erwarteten EBITDA gehandelt – ein deutlicher Aufschlag gegenüber den meisten Wettbewerbern.

Andere Häuser sind optimistischer: Zephirin nahm die Bewertung mit „Buy“ und einem Kursziel von 310 Dollar auf, Oppenheimer sieht das Papier bei 250 Dollar. Franco Granda von Pitchbook warnte hingegen, Anleger sollten den Zeitplänen des Konzerns skeptisch gegenüberstehen.

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