Österreich

ÖBB kooperieren mit E-Scooter-Anbieter Lime

© Lime
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Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und der E-Scooter- und E-Bike-Anbieter Lime kooperieren künftig im Bereich der geteilten Mikromobilität. Wie die beiden Unternehmen mitteilen, kann Lime ab sofort als Anbieter im Rahmen der „ÖBB 360° Mobilitätslösungen“ eingebunden werden – einem Angebot, das sich an Gemeinden, Unternehmen und Tourismusregionen richtet. Ziel ist es, Bus und Bahn auf den kurzen Anschlusswegen zu ergänzen.

Die ÖBB treten dabei als Anbieterin integrierter Mobilitätsdienstleistungen auf und bleiben zentrale Ansprechpartnerin für die Gemeinden. Lime übernimmt nach Angaben der Partner die Rolle des operativen Anbieters und ist für Betrieb und Wartung der Fahrzeuge vor Ort zuständig.

Buchung über die ÖBB-App wegfinder

Kernstück der Zusammenarbeit ist die Integration der Lime-Fahrzeuge in die ÖBB-App wegfinder. Nutzerinnen und Nutzer sollen darüber ihre Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln planen und Lime-Scooter sowie -E-Bikes direkt buchen können. Ein separates Lime-Konto oder eine vorherige Registrierung sei dafür nicht erforderlich, heißt es.

Die Begründung der Partner: Auf kurzen Anschlusswegen entscheide sich häufig, ob Menschen den öffentlichen Verkehr im Alltag als Alternative zum eigenen Pkw nutzen. Mit Leihfahrzeugen für den Weg vom Bahnhof oder der Haltestelle zum Ziel solle dieser Lückenschluss erleichtert werden.

„Damit Menschen Bus und Bahn im Alltag noch einfacher nutzen können, braucht es auch eine niederschwellige Lösung für den Weg zur Haltestelle und vom Bahnhof zum Ziel“, sagt Theo Koch, Senior Regional Lead Government Relations für Österreich und die Schweiz bei Lime. Die geteilte Mikromobilität werde dort verfügbar gemacht, „wo sie den öffentlichen Verkehr sinnvoll ergänzt – eingebunden in wegfinder und abgestimmt auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gemeinde“.

Ausgestaltung gemeinsam mit den Gemeinden

Wie das Angebot konkret aussieht, soll laut Mitteilung jeweils gemeinsam mit der Gemeinde und den ÖBB festgelegt werden. Dazu zählen etwa die Verfügbarkeit der Fahrzeuge, lokale Einsatzgebiete, Fahrverbots- und Tempozonen sowie mögliche Abstellflächen an ÖBB-Haltestellen.

Lime ist seit 2018 in Österreich aktiv und derzeit nach eigenen Angaben in Wien, Linz, Innsbruck, Klagenfurt, Wels und Klosterneuburg verfügbar. Den Betrieb steuert das Unternehmen datenbasiert; Technologien wie Geofencing und automatische Geschwindigkeitsdrosselungen in sensiblen Bereichen sollen einen geordneten Betrieb unterstützen.

Zu Vertragsdauer, finanziellen Konditionen oder konkreten ersten Einsatzgemeinden machten die Partner zunächst keine Angaben.

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