Management Buyout

startup300 raus: Conda gehört wieder Daniel Horak & Team

© Conda/startup300
© Conda/startup300

2018 von startup300 im mittlerweile gescheiterten Bestreben, ein umfassendes Service-Ökosystem für Startups zu bauen, zugekauft, ist Conda nun wieder komplett in den Händen des eigenen Managements. Das Team rund um Gründer Daniel Horak und Dirk Littig kann ab heute behaupten: Management Buyout geglückt, die Crowdinvesting-Plattform gehört nun wieder dem Team.

„Ziel der Verhandlung war, die Conda komplett selbstständig zu machen und für die Zukunft zu wappnen“, sagt Daniel Horak zu Trending Topics. Dass die 2013 gegründete Crowdfunding-Plattform wieder eigenständig nach etwa 4 Jahren startup300-Umfeld werden soll, war seit spätestens Februar 2022 klar – da ging die Meldung raus, dass startup300 Conda um bis zu 4,2 Millionen Euro abstoßen will.

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Der damals nicht kommunizierte Kaufinteressent an Conda waren niemand anderes als Daniel Horak und sein Co-Geschäftsführer Dirk Littig selbst. Ob sie nun wirklich 4,2 Millionen Euro zahlen, ist ungewiss. „Es ist ein wesentliches finanzielles Commitment für uns, aber wir glauben beide stark ans Unternehmen und haben bewiesen, dass der Markt funktioniert“, sagt Horak. Es gebe eine Cash-Komponente sowie eine „Erfolgsbeteiligung an der Zukunft für startup300“ bei dem Deal. Zum genauen Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Conda: startup300 will Crowdinvesting-Plattform um bis zu 4,2 Mio. Euro abstoßen

Fokus auf White-Label-Lösung

Der neue Cap Table wird nicht auf Horak und Littig beschränkt bleiben, auch das Management-Team, das sich aus Karin Turki (CMO), Michael Gartner (CTO) und Harald Weiss (CFO) zusammensetzt, soll eingebunden werden. Von startup300 trennt man sich im Guten. „In den letzten Jahren konnten wir gemeinsam mit startup300 CONDA auf eine profitable und stabile Basis stellen. Nun ist es Zeit, den Mut zu haben und neue Marktsegmente, die im Rahmen des European Crowdfunding Service Provider Regime möglich werden, zu entwickeln. Das geht aber nur mit vollem Fokus und der notwendigen Incentivierung des Management-Teams“, sagt Dirk Littig.

Bei Conda geht es heute und künftig weniger darum, selbst Crowd-Kampagnen auf der Webseite durchzuführen, sondern vielmehr als Tech-Partner bei den Crowd-Kampagnen anderer Unternehmen zu helfen. So sind etwa mittlerweile die Hotelkette Falkensteiner, die oekostrom AG oder das Rote Kreuz Kunde der white-Label-Lösungen. „Mittlerweile ist das Technologiethema ein zentraler Faktor in unserem weiteren Wachstum. startup300 hat uns die Möglichkeit gegeben, uns auf die Entwicklung der Technologie zu fokussieren“, so Horak.

„Trennen uns von operativen Einheiten“

startup300 hatte Conda 2019 im Rahmen eines Aktien-Deals übernommen. Seither musste sich startup300 wieder von der Wiener Börse zurückziehen und verkaufte zuletzt auch die Mehrheitsanteile der zugekauften Pioneers (mehr dazu hier).

„Dieses Management-Buy-out schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen können wir eines unserer Assets zu für uns attraktiven und für alle fairen Konditionen veräußern und trennen uns von operativen Einheiten, die wir im Kerngeschäft nicht mehr benötigen. Zum anderen wird der Weg frei, um CONDA wieder mit der notwendigen Flexibilität und Geschwindigkeit auszustatten und von spannenden, neuen Marktgelegenheiten zu profitieren“, sagt Michael Eisler, Vorstand der startup300 AG.

startup300 zieht sich von der Wiener Börse zurück

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