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tag eins: Neues Medien-Startup will 600.000 Euro bei der Crowd einsammeln

© tageins.at

In eingeweihten Kreisen von Online-Medienmacher:innen ist es schon länger bekannt, seit Montag Abend offiziell: Österreich soll mit tag eins ein neues Online-Medium bekommen, dass sich ohne Werbung ausschließlich von den Abogebühren durch Leser:innen finanziert. Kopf der kleinen Truppe ist Dominik Ritter-Wurnig, der früher beim ähnlich gelagerten Online-Magazin Krautreporter in Deutschland tätig war und das dort erworbene Know-how nun zurück nach Österreich bringt.

Wie aber die Abonnent:innen gewinnen? Dazu hat das Medien-Startup eine Crowd-Kampagne gestartet, die in einem ersten Schritt bis 28. November läuft. Das große Ziel: 10.000 Menschen davon überzeugen, dass sie monatlich fünf Euro für die Nutzung des Online-Magazins bezahlen. Bei Erreichung des Ziels wären das 600.000 Euro Jahresumsatz, von sich dem Ritter-Wurnigs Team mitsamt Büro-, Sach- und vor allem den Personalkosten finanzieren könnte. Grob kann man sagen: 1.000 Mitglieder finanzieren einen FTE (Full Time Employee). tags eins setzt technisch auf Steady – also die Plattform der Krautreporter-Gründer zur Mitgliederverwaltung und Zahlungsabwicklung.

„Es gibt viele neue Medienprojekte, die dann kein Publikum finden. Wir wollen es umgekehrt machen und zuerst das Publikum finden – und dann starten“, sagt Ritter-Wurnig. Minimalziel der Kampagne wären 60.000 Euro – erreicht man die Hürde nicht, dann bekommen diese Unterstützer:innen ihr Geld zurück. Bei allem darüber könnte tag eins in jeweils abgespeckter Version an den Start gehen, ab den erwähnten 600.000 Euro Jahresumsatz kann dann alles voll umgesetzt werden.

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Slow Journalism mit Texten und Podcasts

Neben Ritter-Wurnig sind auch Journalist:innen im Team, die zuvor unter anderem für Zeit, Profil, Missy Magazin und Standard tätig waren. Aktuell ist Ritter-Wurnig der 100-Prozent-Eigentümer der GmbH, es gibt aber Anteilsoptionen für die Mitgründer:innen, damit diese bei Erfolg des Crowdfunding ihre Shares am Unternehmen bekommen können.  „Dadurch bleibt die GmbH in einem ersten Schritt schlank“, sagt Wurnig.

Was können sich die Abonnent:innen nun erwarten, sollte die Kampagne Früchte tragen? „Wir richten uns an Menschen in der Rush Hour des Lebens, so zwischen 25 und 45, wo viele verschiedene Themen wie Kinder, Wohnen, Karriere zusammen kommen“, sagt Ritter-Wurnig. Man wolle „Halt geben im Mahlstrom von Breaking News und Livetickern“ und mit „Slow Journalism“ punkten. Inhaltlich soll es um Themen wie Klimakrise, Nachhaltigkeit, Pflege, Diskriminierung und Identität gehen. Die geplanten Formate: Text und dazu passende Audio-Storys – also die recherchierten geschriebenen Artikel, die vorgelesen werden.

Wird das Medien-Startup ohne Investor:innen auskommen? Ausgeschlossen wird das nicht, Gespräche gab es jedenfalls. „Wir sind auch offen für Investoren:innen. Wir haben die Rückmeldung, dass es Interesse gibt, aber das Investment-Klima schwierig ist. Aber wenn wir zeigen, dass wir Traction aufbauen können, dann könnten wir auch eine Finanzierungsrunde machen.“

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