Kalifornien

Virtuelles Kraftwerk von Tesla soll Strom-Blackouts in Kalifornien abfedern

Haus mit Powerwall. © Tesla
Haus mit Powerwall. © Tesla

In der Energiezukunft ist sicher vieles sehr ungewiss, aber eines ist klar: Sie wird immer dezentraler. Das hat in Österreich etwa die Folge, dass Energiegemeinschaften rund um Solar- und Windkraft gebildet werden, und weltweit ist immer öfter von so genannten virtuellen Kraftwerken, also „Virtual Power Plants“ (VPP) zu hören. Diese entstehen dadurch, dass Menschen zu Energie-Prosumern werden und im Eigenheim via Photovoltaik selbst Strom herstellen, den sie den großen Netzbetreibern zur Verfügung stellen können.

Auf Initiative von Tesla ist in Kalifornien nun ein erstes VPP an den Start gegangen. Getestet wurde seit dem Vorjahr, nun ist es so weit: In Zusammenarbeit mit PG&E in Kalifornien wird ein neues virtuelles Kraftwerk gestartet, das Powerwalls-Besitzer:innen dafür bezahlen wird, eigenen Strom ins große Stromnetz einzuspeisen und damit auch dabei zu helfen, Stromausfälle in dem US-Bundesstaat zu vermeiden.

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2 Dollar pro Kilowattstunde

PG&E (Pacific Gas and Electric Company) ist der größte Energieversorger der Vereinigten Staaten und an der Börse etwa 25 Milliarden Dollar wert. Das Unternehmen versorgt etwa 5,5 Millionen Haushalte mit Strom und 4,5 Millionen mit Gas. In der Vergangenheit des Unternehmens liegen massive Blackouts und sogar eine Insolvenz – der Schaden für die Unternehmen, die mit Strom beliefert werden sollten, belief sich nach der „großen Elektrizitätskrise“ von 2000/2001 sich auf mehr als 40 Milliarden Dollar. Berühmt-berüchtigt ist das Unternehmen auch für die Grundwasserverschmutzung in Hinkley, die im Film „Erin Brokovich“ verarbeitet wurde. Außerdem sollen defekte Stromleitungen von PG&E das „Camp Fire“, also den großen Waldbrand in Nordkalifornien 2018, ausgelöst haben.

Nun arbeitet PG&E also daran, mit Tesla das Strommnetz zu stabilisieren. Powerwall-Besitzer:innen können am so genannten „Emergency Load Reduction Program“ (ELRP) teilnehmen. Laut Tesla gibt es potenziell etwa 50.000 Powerwalls, die an dem Programm teilnehmen können, mit einer Gesamtleistung von etwa 500 MWh. Geld verdienen lässt sich damit auch. Wenn das Strommnetz von PG&E zusätzlichen Strom braucht, dann werden den Powerwall-Besitzer:innen 2 Dollar pro kWh bezahlt.

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