Green Fuels

Bio-Kerosin aus menschlichen Fäkalien soll Fliegen nachhaltiger machen

Flugzeuge könnte bald mit einem speziellen Kerosin fliegen. © Unsplash / Valery
Flugzeuge könnte bald mit einem speziellen Kerosin fliegen. © Unsplash / Valery

Wiederverwertung extrem: Die Briten arbeiten daran, unserem Planeten zu helfen, CO2 einzusparen. Das aber auf eine etwas ungewöhnliche Art und Weise: Das Unternehmen Firefly Green Fuels will CO₂-neutrales Bio-Kerosin aus menschlichen Fäkalien herstellen. Das sei ein Ausgangsmaterial „ohne Wert“ und zudem reichlich verfügbar.

Schwierige Challenge: Luftfahrt ohne Kohlenstoff

Wir alle wisse es: Fliegen schadet der Umwelt, da der herkömmliche Flugzeug-Treibstoff Kerosin Treibhausgase freisetzt und somit auch viel Kohlenstoffdioxid (CO₂) entweicht. Ein erhöhter CO₂-Gehalt in der Atmosphäre hat enorme Auswirkungen auf das Klima und unsere Umwelt. Wenn nun also Treibstoff aus nachhaltigen und CO₂-neutralen Rohstoffen gewonnen werden kann, gäbe es eine Alternative. Daran arbeiten momentan Chemiker in einem Labor in Gloucestershire. Sie versuchen sich an der Herstellung eines Bio-Treibstoffs, in dem aus einem Klärwerk stammender Kot in Kerosin umgewandelt wird. „Die Luftfahrtindustrie ist verzweifelt auf der Suche nach alternativen Quellen für Flugzeugtreibstoff, die keine Verschlechterung des Klimawandels bewirkt”, lautet die Devise von Firefly Green Fuels.

Fortschrittliche Biokraftstoffproduktion

Zunächst wird der „Schlamm” behandelt und in Bio-Rohöl transformiert, das im Endeffekt genauso effektiv ist wie fossiles Rohöl. Das Ausgangsmaterial ist zwar ein anders, aber der Herstellungsprozess selbst unterscheide sich „kaum“ von den ursprünglichen Methoden der Kerosin-Gewinnung. Das Team von Firefly arbeitete mit der englischen Forschungsuniversität Cranfield zusammen, um die Auswirkungen des Treibstoffs auf den Lebenszyklus zu untersuchen. Das Ergebnis zeigt: der biogene Firefly-Kraftstoff hat einen um 90 % geringeren Kohlenstoff-Fußabdruck als herkömmliches Kerosin.

Regulierungsbehörden am Wort

James Hygate, CEO von Firefly Green Fuels, sagte: „Wir wollten einen wirklich geringwertigen Rohstoff finden, der im Überfluss vorhanden ist.” Und im wahrsten Sinne mangelt es auf unserem Planeten an Kot natürlich nicht. Doch wird es eine Weile dauern, bis die Regulierungsbehörden grünes Licht geben, sagt Dr. Sergio Lima, Research Director von Firefly Green Fuels. Zu beachten sei außerdem, dass es nie genug aus Abwasser hergestelltes Kerosin geben kann, um tatsächlich alle Flüge weltweit mit dem Bio-Kerasin fliegen zu lassen.

Züge verursachen 5x weniger CO2. Leider sind Flüge bis zu 79 Prozent günstiger.

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