Stadtverkehr

Deutschland: Wie Überholverbot-Schilder das Fahrradfahren sicherer machen sollen

Neue Schilder sollen den Radverkehr sicherer machen ©Stadt Stuttgart/Canva/ Montage Trending Topics
Neue Schilder sollen den Radverkehr sicherer machen ©Stadt Stuttgart/Canva/ Montage Trending Topics

Fahrradfahren ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern hilft auch der Umwelt. Viele nutzen dieses emissionsfreie Fortbewegungsmittel für den Sport, aber auch um einfach im Alltag von A nach B zu kommen. Unterstützt wird dieser Trend durch Innovationen in der Fahrradindustrie, wie beispielsweise durch Lastenfahrräder, wir berichteten. Doch ganz ohne Risiko ist diese Fortbewegungsart nicht: Laut der Statistik Austria verunglückten alleine im ersten Halbjahr 2021 4.079 Fahrradfahrende im österreichischen Straßenverkehr. Davon kamen 23 ums Leben. Laut Statistik Austria, waren damit 15% aller im Straßenverkehr Getöteten mit einem Fahrrad unterwegs – der höchste Wert in den vergangenen 30 Jahren. 

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Fahrräder-Verboten Schilder

Um die Straßen in Zukunft für Fahrradfahrende sicher zu machen, hat die Stadt Stuttgart vergangenen Freitag neue Schilder aufgestellt: „Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen für mehrspurige Kraftfahrzeuge und Krafträder mit Beiwagen“. Dadurch soll das Überholen von Radfahrenden und ähnlichen Verkehrsteilnehmenden nun an bestimmten Stellen verboten werden. 

Eigentlich ist dieses Verbot keine Neuerung. An Stellen, an denen Autofahrer:innen innerorts keinen Abstand von mindestens 1,5 Meter einhalten können, war laut der deutschen Straßenverkehrsordnung das Überholen auch bisher nicht erlaubt. Ein Problem dabei ist jedoch, dass dieser Abstand oft falsch eingeschätzt wird und dadurch Fahrradfahrende in Gefahr gebracht werden. Gerade an der Böblinger Straße / Kaltentaler Abfahrt, hätten Verkehrsmessungen laut der Stadt Stuttgart ergeben, dass Autofahrende trotz dieser rechtlichen Klarstellung Radfahrende an diesen Engstellen überholen. Deshalb soll das neue Schild die Gefahrensituation nun verdeutlichen. 

Das Schild selber ist dabei natürlich nicht nur als eine Empfehlung an die Autofahrenden zu verstehen. Im Gegenteil, bei Verstoß gegen das Überholungsverbot von Einspurigen Fahrzeugen droht ein Bußgeld über 70 Euro, so die Tagesschau.

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Österreichs StVO gibt kaum Vorschriften beim Überholen

Mit dieser Innovation ist Stuttgart nun bereits die dritte Stadt in Deutschland, die Fahrradfahrende durch zusätzliche Schilder schützen möchte. Die Städte Mainz und Kempten machen ebenfalls bereits an heiklen Stellen auf das Überholverbot aufmerksam. 

In Österreich ist der Mindestabstand zwischen Auto und Fahrrad etwas freier gehandhabt. Die Straßenverkehrsordnung legt hier nur einen “ausreichenden Abstand” vor: “Beim Überholen ist ein der Verkehrssicherheit und der Fahrgeschwindigkeit entsprechender seitlicher Abstand vom Fahrzeug, das überholt wird, einzuhalten.” Wie groß ein ausreichender Abstand ist, wird jedoch den Autofahrenden selbst überlassen, zumindest bisher.

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