IPO

Emerald Horizon bereitet Börsengang im ATX Prime der Wiener Börse vor

Emerald Horizon CEO Florian Wagner (2. von rechts) mit seinem Team. © Emerald Horizon
Emerald Horizon CEO Florian Wagner (2. von rechts) mit seinem Team. © Emerald Horizon

Das Grazer DeepTech-Unternehmen Emerald Horizon nähert sich dem IPO an der Wiener Börse mit Riesenschritten. Am Dienstag hat die 2019 gegründete Firma, die für ihre Small Modular Reactors (SMRs) auf Thorium-Basis bekannt ist, bei einem Presseevent die nächsten Maßnahmen angekündigt. Im Mittelpunkt standen dabei die Kapitalmarktstrategie, die hohen Transparenz- und Governance-Standards, die man befolgen will, sowie die Positionierung Wiens als Finanzplatz, speziell zwischen Mittel- und Osteuropa.

Die Bewertung des Grazer Unternehmens lag wie berichtet zuletzt bei 790 Millionen Euro. Konkret bereitet sich die bereits als Aktiengesellschaft (AG) strukturierte Firma auf einen Börsengang im ATX Prime vor. Dort sind Österreichs größte Unternehmen wie Banken, Energieversorger und Industrieunternehmen gelistet.

„Wien ist für uns der richtige Finanzplatz“

Laut Florian Wagner, CEO von Emerald Horizon, läuft neben dem Listing-Prozess eine private Pre-Listing-Kapitalrunde mit einem Gesamtvolumen von 3 mal 25 Millionen Euro bei einem Mindesteinstieg von 100.000 Euro. Die Mittel sollen besonders zur Skalierung der Produktion, dem Marktausbau und der Weiterentwicklung der Tech-Plattform dienen.

„Wir freuen uns sehr, unsere Vorbereitungen präsentieren zu können. Für uns ist das ein wichtiger Schritt, weil wir die nächste Wachstumsstufe bewusst, transparent und mit höchsten Standards gehen wollen. Ein Listing im prime market steht für klare Governance, verlässliche Berichterstattung und maximale Nachvollziehbarkeit. Wien ist für uns der richtige Finanzplatz, um aus Österreich heraus international zu skalieren – gerade, aber nicht nur mit Blick auf Mittel- und Osteuropa“, sagte Wagner am Dienstag.

Emerald Horizon will Gamechanger bei dezentralen Energiesystemen sein

Die Wachstumsperspektive von Emerald Horizon stützt sich auf zwei Technologien, mit denen sich das Unternehmen als Gamechanger für dezentrale Energiesysteme positionieren will. Die erste ist DUALstorePLUS, ein Hybrid-Energiespeicher. Dieser kombiniert Batterie- und thermische Speicherung und ermöglicht Anwendungen bis 550 Grad Celsius. Die zweite ist ADES (Accelerator Driven Energy Source). Dabei handelt es sich um einen langfristig angelegten Ansatz der dezentralen Energieerzeugung auf Thorium-Basis.

DUALstorePLUS addressiert besonders industrielle Anwendungen, Kommunen und kritische Infrastruktur. Als Fertigungspartner hat das Unternehmen die VDL Groep aus den Niederlanden gewonnen. ADES soll sich im Rahmen europäischer Kooperationen weiterentwickeln, mit einem vorgesehenen Prototyp-Errichtungsstandort in der Slowakei.

IPO Spotlight: Wie sich Emerald Horizon auf einen Börsengang vorbereitet

„Energie wird zur Standortfrage und zur Sicherheitsfrage“

„Unsere Kapitalmarktstory beginnt selbstverständlich bei der Technologie. DUALstorePLUS verbindet Batterieleistung mit thermischer Speicherung und eröffnet Anwendungen, die Industrie und kritische Infrastruktur heute dringend brauchen – vor allem dort, wo Temperatur, Speicherdauer und Versorgungssicherheit entscheidend sind“, sagte Norbert Hofer, der seit Februar als Vice President von Emerald Horizon fungiert.

Vice President Robert Holzmann, ehemaliger Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, ordnete die Entwicklung in den globalen Kontext ein. Der weltweite Energiebedarf steige, während Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Dekarbonisierung immer wichtiger werden. Dezentrale Systeme gewinnen so immer mehr an Bedeutung, sowohl für Industrie- und Standortpolitik als auch für Regionen mit unzureichender Infrastruktur. Österreich könne hier als Technologie- und Kooperationsstandort eine besondere Rolle einnehmen.

„Die internationale Dynamik ist eindeutig: Energie wird zur Standortfrage und zur Sicherheitsfrage. Dezentrale Systeme werden weltweit an Bedeutung gewinnen, weil sie Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit verbinden“, so Holzmann. „Österreich kann hier mehr sein als nur Anwender – nämlich Entwicklungsstandort, Kooperationsknoten und Brücke nach Mittel- und Osteuropa. Emerald Horizon entwickelt sich zu einem internationale relevanten Player, weil Technologieplattform, industrielle Skalierung und Kapitalmarktorientierung zusammenspielen.“

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