Fahrräder

woom stabil zurück in der Gewinnzone, bereitet neues E-Bike-Modell vor

© woom
© woom

Der Wiener Kinder- und Jugendfahrradhersteller woom hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 107 Millionen Euro erzielt – ein Plus von 19 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Wichtiger als die Umsatzzahl ist für das Scale-up allerdings die Ergebnisseite: Nach mehreren Verlustjahren spricht das Unternehmen von einem „deutlich positiven Ergebnis“ und einer nachhaltigen Rückkehr in die Profitabilität. Konkrete Zahlen zum Gewinn nennt woom in seiner Aussendung nicht.

„Die Rückkehr in die Gewinnzone zeigt: Man kann wirtschaftlich diszipliniert handeln und gleichzeitig mit vollem Herzen die besten Kinder- und Jugendfahrräder bauen“, so Bernd Hake, CEO von woom. „Unser Erfolg hat dabei einfache Gründe: Wir fokussieren uns auf die relevantesten Märkte, auf die Entwicklung von Innovationen, die die Bedürfnisse von Kindern kompromisslos in den Mittelpunkt stellen, und untermauern die einzigartige Strahlkraft unserer Marke.“

Die Verlustphase geht auf das Ende des pandemischen Fahrradbooms zurück. woom hatte während der Corona-Pandemie eine außergewöhnlich hohe Nachfrage verzeichnet, kämpfte in der Folge aber – wie viele andere Fahrradhersteller – mit Überkapazitäten. Das Unternehmen hatte Bestände und Strukturen auf ein Nachfrageniveau ausgerichtet, das ab 2023 wegbrach. Die Folge waren hohe Lagerbestände, die über Rabattaktionen abgebaut werden mussten – zulasten der Margen.

Rückblick: Corona-Boom und die Folgen

In Zahlen: 2023 schrieb woom einen Verlust von rund 21 Millionen Euro, 2024 waren es rund 16 Millionen Euro, während der Umsatz der onewoom GmbH nur leicht von 112 auf 116 Millionen Euro stieg. Parallel zum Lagerabbau reduzierte das Unternehmen auch das Personal: Der Konzern-Personalstand sank von durchschnittlich 240 Mitarbeitenden im Jahr 2023 auf 205 im Jahr 2024. Im Oktober 2024 übernahm Bernd Hake die Geschäftsführung.

2025 folgte die Trendwende beim Wachstum: woom erzielte einen Umsatz von rund 149 Millionen Euro bei 390.000 verkauften Rädern und 140.000 Helmen; die vorläufigen konsolidierten Zahlen wiesen ein EBITDA von 4,1 Millionen Euro aus.

H1 2026: Helme, Spielzeug, UK

Im ersten Halbjahr 2026 verkaufte woom knapp 300.000 Fahrräder und mehr als 100.000 Helme, wobei das Helmsegment mit plus 17 Prozent ähnlich stark wuchs wie das Kerngeschäft. Die im Oktober 2025 gestartete neue Kategorie woom WOW – ein „Ride-on Toy“ für Kleinkinder ab neun Monaten und der Einstieg in den Spielwarenmarkt – kommt inzwischen auf mehr als 19.000 Kundinnen und Kunden.

Wachstumstreiber war vor allem das Ausland. Durch den direkten Markteintritt in Großbritannien und die Übernahme des dortigen Direktgeschäfts legte der Umsatz im Vereinigten Königreich um 157 Prozent zu. Die Benelux-Region wuchs um 72 Prozent, die nordischen Länder um 62 Prozent. In den etablierten Märkten fiel das Plus geringer aus: DACH plus 15 Prozent, USA plus 18 Prozent.

Für das zweite Halbjahr kündigt woom ein neues E-Bike-Modell und einen neuen Helm an, für das erste Quartal 2027 einen nicht näher genannten „strategisch hochrelevanten Produktlaunch“ sowie den Eintritt in weitere internationale Märkte. Ob die Rückkehr in die Gewinnzone tatsächlich nachhaltig ist, wird sich am Konzernabschluss zeigen, der üblicherweise im Herbst des Folgejahres im Firmenbuch veröffentlicht wird.

Rank My Startup: Erobere die Liga der Top Founder!
Werbung
Werbung

Specials unserer Partner

Die besten Artikel in unserem Netzwerk

Deep Dives

Wasner + Steinschaden | Der KI Podcast

News, Modelle, Strategien
© Wiener Börse

IPO Spotlight

powered by Wiener Börse

RankMyStartup.com

Steig' in die Liga der Top Founder auf!
#glaubandich CHALLENGE Hochformat.

#glaubandich CHALLENGE 2026

Österreichs größter Startup-Wettbewerb - Top-Investoren mit an Bord

2 Minuten 2 Millionen | Staffel 13

Alle Startups | Alle Deals | Alle Hintergründe

Future{hacks}

Zwischen Hype und Realität

Trending Topics Tech Talk

Der Podcast mit smarten Köpfen für smarte Köpfe

Weiterlesen