Colossal Biosciences verhandelt über Finanzierung mit 20 bis 30 Milliarden Dollar Bewertung
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Die US-Jungfirma Colossal Biosciences, die es sich zum Ziel gemacht hat, ausgestorbene Tierarten wieder zum Leben zu bringen, steht laut TechCrunch vor einer Finanzierungsrunde, die das Startup mit 20 bis 30 Milliarden Dollar bewerten würde. Bei einer Finanzierung Anfang 2025 lag die Bewertung noch bei 10,2 Milliarden Dollar (wir berichteten). Die neue Runde würde somit eine Verdopplung bis Verdreifachung bedeuten.
Colossal generiert bereits erste Umsätze
Details zum Lead-Investor oder zum genauen Volumen der Finanzierung sind noch nicht bekannt, doch das fünf Jahre alte Startup hat im vergangenen Jahr begonnen, Umsätze zu generieren.
Co-Founder und CEO Ben Lamm hatte gegenüber TechCrunch drei Revenue-Streams für das Geschäftsmodell skizziert. Colossal bietet seine Konservierungstechnologie Regierungen an. Die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate, die kürzlich 60 Millionen Dollar investiert haben, zählen zu den Kunden. Langfristig plant das Startup, durch den Verkauf von Biodiversitäts-Credits Einnahmen zu erzielen, ein marktbasierter Mechanismus ähnlich den Carbon Credits, falls es gelingt, ausgestorbene Arten wie das Wollhaarmammut oder den Dodo in ihre natürlichen Lebensräume zurückzubringen.
Colossal hat bereits drei Startups ausgegründet, die seine Kerntechnologien kommerzialisieren. Breaking entwickelt Lösungen zum Abbau von Plastik, Form Bio ist eine Computational-Biology-Plattform, die 30 Millionen Dollar Funding eingesammelt hat, und Astromech fokussiert auf KI-gestützte prädiktive Modellierung in Biologie und Life Sciences. Letztere Jungfirma erreichte im März eine Bewertung von zwei Milliarden Dollar. Aus der Zentrale in Dallas, Texas, findet Colossal kontinuierlich neue Anwendungen für seine Wissenschaft.
Colossal Biosciences will ausgestorbene Arten wiederbeleben und sammelt 200 Mio. Dollar ein
Sechs ausgestorbene Arten im Fokus
Ende April hat die Jungfirma die Blaue Antilope als sechste Zielspezies hinzugefügt. Ende Mai schloss der gemeinnützige Arm Colossal Foundation eine Partnerschaft mit der University of Tasmania, um Tasmanische Teufel vor einem ansteckenden Gesichtskrebs zu schützen. Lamm kündigte im Mai an, dass die künstliche Tiermuttertechnologie der Jungfirma voraussichtlich nächstes Jahr einsatzbereit sein wird. Diese Technologie soll später auch für menschliche Fertilitätsbehandlungen dienen.
Die Fundraising-Bemühungen fallen in eine Phase, in der Longevity-Tech, alternative Energien und andere Deep-Tech-Sektoren einen Boom erleben. Colossal hatte vergangenes Jahr für Kontroversen gesorgt, als es ankündigte, die Hundeart Aenocyon dirus aus genetischem Material in Fossilien „wiederbeleben“ zu wollen. Trotz der Debatte argumentieren Beobachter:innen, dass das Jungunternehmen wertvolle Technologien entwickelt, die seine hohe Bewertung rechtfertigen.

